Energieeffizienz

Ein effizienter Umgang mit Energie ist von entscheidender Bedeutung für die Lösung unserer Energie- und Umweltprobleme. Unsere bisherige Energieversorgung basiert zu 80% auf dem Verbrauch nicht erneuerbarer fossiler und atomarer Energien. Sowohl zunehmende Knappheit als auch Umweltprobleme (insbesondere die Klimaproblematik) verlangen eine starke Reduktion der Nutzung nicht nachhaltigen Energiequellen. Das Ziel muss eine 100% erneuerbare Energieversorgung auf deutlich tieferem Verbrauchsniveau bis zum Jahr 2050 sein. Auch die Gewinnung von Energie aus erneuerbaren Quellen hat Auswirkungen auf die Umwelt und verursacht Kosten. Sie kann einen ungezügelten Energiebedarf nicht decken. Eine effiziente Energienutzung ist daher unerlässlich, sonst können entweder wichtige Bedürfnisse nicht gedeckt werden oder unsere Lebensgrundlagen werden zerstört.

SES Empfehlung

Effizienz zuerst

Die Politik muss der Energieeffizienz Vorrang vor der Erschliessung neuer Energiequellen geben. Dies kann sie insbesondere, indem sie die richtigen Rahmenbedingungen setzt. Zum Beispiel ist die Einführung einer ökologischen Steuerreform mit dem Ziel, externe Kosten zu internalisieren, wünschenswert.

Effizienz vorschreiben

Wo Marktkräfte unzureichend wirken – etwa aufgrund mangelhafter Transparenz oder marktverzerrender Preispolitik – muss die Politik die Ursachen dieses Marktversagens aktiv angehen oder auf geeignete Weise kompensieren. Energieverbrauch, insbesondere aus fossilen und nuklearen Quellen, verursacht hohe externe Kosten, die Effizienzanreize sind zu gering. Strenge Verbrauchsvorschriften in allen Energienutzungsbereichen sind ein probates Mittel, um Effizienz zu fördern.

Effizienzpolitik ist eine Querschnittsaufgabe

Energieeffizienz darf nicht nur aus rein technischer Sicht betrachtet werden. Beispielsweise erlaubt es auch ein hocheffizienter Automotor nicht, eine einzelne Person in einem schweren Fahrzeug auf energieeffiziente Weise zum 50 km entfernten Arbeitsort zu bringen. Die Frage der Energieeffizienz muss auch auch Aspekte wie Siedlungsstrukturen und Nutzungsgewohnheiten behandeln.