Atomausstiegsinitiative nötiger denn je

Ungenügende Ausbauziele für erneuerbare Energien, unsinnige Subventionierung der Grosswasserkraft, keine weiteren Massnahmen zur Effizienzsteigerung und Steuergeschenke für Hausbesitzer – so die Bilanz nach der ersten Differenzbereinigung der Energiestrategie 2050 durch den Ständerat. Nun können mit der Initiative für den geordneten Atomausstieg am 27. November klare Rahmenbedingungen für die Energiewende gesetzt werden.

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Erdbebengefährdung der AKW: Nachgerüstet wird am St. Nimmerleinstag

Seit 1999 werden Gefährdungsannahmen für Erdbeben in den Schweizer AKW revidiert. Das ENSI hat heute bekanntgegeben, dass die AKW-Betreiber erneut bis 2020 Zeit für die Sicherheitsnachweise erhalten. Nachgerüstet ist dann jedoch noch immer nicht. Wider besseren Wissens: Erdbeben sind mithin die grösste Gefahr für eine Kernschmelze in Schweizer AKW. Die heute publizierten Ergebnisse zeigen, dass die Gefährdung noch höher liegt, als nach Fukushima angenommen. Die Taktik der Betreiber, kostspielige aber sicherheitsrelevante Nachrüstungen möglichst bis zur Stilllegung aufzuschieben, findet eine erfolgreiche Fortsetzung.

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Bigler setzt aufs falsche Pferd

An der heutigen Jahresversammlung des Nuklearforums wurde Hans-Ulrich Bigler offiziell als neuer Präsident bestätigt. Der Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands verkennt damit die Realität auf dem Arbeitsmarkt und brüskiert die dutzenden KMU und Technologieunternehmen in der Branche der Solarenergie und der erneuerbaren Energien. Auf dem Arbeitsmarkt spielt die Atomenergie als Auslaufmodell nur noch eine marginale Rolle. Stattdessen konkurriert sie direkt den Zubau von erneuerbaren Energien, welche ein viel grösseres Arbeitsplatzpotenzial aufweisen. Eine Studie der SES aus dem Jahr 2012 zeigt, dass in der Schweiz im Bereich der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz bis 2035 85'000 Jobs entstehen können.

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Strom von Sonne und Wind: Entwicklungsland Schweiz

Das Ökostrom-Ranking der Schweizerischen Energie-Stiftung SES zeigt: Die Schweiz schneidet bei der pro Kopf-Produktion von Strom aus Sonne und Wind schlecht ab. Sie liegt im Vergleich mit umliegenden europäischen Ländern auf dem letzten Platz. Wären alle Projekte auf der KEV-Warteliste jetzt schon umgesetzt, läge die Schweiz immerhin im europäischen Mittelfeld. Darum rät die SES dem Parlament, die Energiestrategie 2050 in der Schlussabstimmung anzunehmen, um die Schweiz von ihrem peinlichen letzten Listenplatz zu holen.

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Die SES engagiert sich für eine menschen- und umweltgerechte Energiepolitik.