Gebäude

Bei den Gebäuden liegt - nebst dem Verkehr - das grösste Klimaschutz-Potential: 59 Prozent der inländischen CO2 Emissionen stammen aus der Verfeuerung von Brennstoffen, wovon ¾ für das Heizen von Gebäuden und ¼ auf Industrieprozesse entfallen. Um die Energieeffizienz bestehender und neuer Gebäude erheblich zu verbessern, braucht es eine intelligente Mischung aus finanziellen Anreizen und technischen Vorschriften.

Gleichzeitig ist das technisch-wirtschaftliche Sparpotenzial bei Heizungen und Warmwasser mit 70 Prozent besonders gross. Für den Gebäudebereich sind primär die Kantone mit ihren Bau- und Energiegesetzen verantwortlich.

Energetische Sanierungen sind bei den heutigen Energiepreisen wirtschaftlich interessant. Darüber hinaus reduzieren sie die Abhängigkeit von fossilen und nuklearen Energieträgern aus dem Ausland, senken die Gesundheitskosten und schaffen Arbeitsplätze in Gewerbe und Industrie.


SES Empfehlung

Die SES empfiehlt dem Bund und den Kantonen die Mustervorschriften (MUKEN) zu verschärfen. Ziel muss sein, energetische Sanierungen zu beschleunigen. In 50 Jahren muss der Gebäudepark ohne fossile Energien auskommen.

  • Für Sanierungen ist ein Standard einzuführen, der mindestens den Energiezielen des Minergie-Standards entspricht.
  • Für Neubauten braucht es einen Zielwert, der sich am Minergie-P- oder Passivhaus-Standard orientiert.
  • Der Anteil erneuerbarer Energien für Heizungen und Warmwasser ist bis 2035 schrittweise auf 100 Prozent zu erhöhen.
  • Kein Heizen und kein Erwärmen von Wasser mit Strom

Weitere wichtige Massnahmen:

  • Transparenz durch Einführung eines Energieausweises für Gebäude
  • Steuerliche Anreize für energetische Sanierungen.
  • Hohe Lenkungsabgabe auf Brennstoffen

>> Energieeffizienz im Gebäudebereich