Erneuerbare Energien: Das Potenzial ist unerschöpflich

  • Die Schweiz nutzt nur einen Bruchteil des Potenzials von erneuerbaren Energien.
  • Die EU will 20% erneuerbare Energien bis 2020 – die Schweiz hinkt hinterher.
  • Förderung neuer Energieformen muss das zentrale Anliegen sein.
Quelle: Bundesamt für Energie (2007): Schweizerische Statistik der erneuerbaren Energien, Ausgabe 2006Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorensicherheit (BMU): Erneuerbare Energien in Zahlen – nationale und internationale Entwicklung, BMU, 2007, Berlin.

Die Energie-Zukunft basiert auf Erneuerbaren. Im Gegensatz zu fossilen Energien ist das Potenzial an Erneuerbaren unerschöpflich. Dieses Potenzial wird in der Schweiz bis heute aber erst zu einem sehr bescheidenen Teil genutzt – insbesondere erneuerbare Energie aus Sonne, Wind, Biomasse und Umweltwärme. In der Schweiz lag der Endverbrauchsanteil aller erneuerbarer Energien im Jahr 2010 bei 19,4%. Doch dieser vergleichsweise hohe Anteil an erneuerbaren Energien ist hauptsächlich auf die Wasserkraft (12,66%) und Holz (4,18%) zurückzuführen. Umweltwärme (1,19%), Fernwärme (0.,64%) sowie Sonne und Biogas (je 0,2%) deckten 2010 gerade mal 2,2% des Endenergieverbrauchs.

Die EU will 20% erneuerbare Energien bis 2020. Mit Ausnahme der Wasserkraft werden erneuerbare Energien in der Schweiz viel weniger stark vom Staat gefördert als in anderen europäischen Ländern. Österreich, Deutschland, Dänemark oder Spanien satteln in schnellem Tempo um – und die EU hat sich bis 2020 zum Ziel gesetzt, 20% ihres Energieverbrauchs mit erneuerbaren Energien zu decken. Die Schweiz läuft Gefahr - ausgenommen die Wasserkraft -, den Anschluss an die Schlüsseltechnologien der Zukunft zu verpassen und sich die Chance auf ein neues nachhaltiges Wirtschaftsfeld zu verbauen.

Vollversorgung mit Erneuerbaren. Durch Forschung, Innovation und dem konsequenten Einsatz von Förderinstrumenten lässt sich der Anteil erneuerbarer Energien enorm steigern. Die intelligente Kombination aus Energieeffizienz und einer Vielzahl erneuerbarer Energien kann letztlich die Versorgungssicherheit auf einem nachhaltigen Niveau garantieren. Das auf fossilen Energien basierende Kohlewasserstoffzeitalter neigt sich dem Ende zu. Die forcierte Förderung und Nutzung von neuen Energieformen, welche kurzfristig die Abhängigkeit vom Öl verringern und langfristig den kompletten Ausstieg aus der fossilen Energieversorgung und den Umstieg auf eine Vollversorgung mit erneuerbaren Energien anstrebt, muss das zentrale Anliegen einer nachhaltigen Energiepolitik sein.

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