Rohstoff Uran: Es gibt keinen Schweizer Atomstrom

  • Uran ist endlich.
  • Der Uranabbau schädigt Menschen und Umwelt massiv.
  • Die Aufbereitung von Uran setzt Radioaktivität und klimaschädliches CO2 frei.

Durch das Abwasser und Staub wird Radioaktivität verbreitetNach dem Abbau muss das Uran aufwendig aufbereitet werdenUranbrennstäbe beinhalten den AKW- Brennstoff Uranabbau, Brennelementeherstellung sowie Entsorgung des Atommülls benötigen Unmengen an fossiler Energie

AKW werden mit radioaktivem Uran betrieben. Uran ist ein gelbes, radioaktives Gestein. Es muss zuerst abgebaut, extrahiert und aufwendig aufbereitet werden, bevor es im AKW als Brennstoff dienen kann. Während der ganzen Prozesskette der Aufbereitung wird Radioaktivität und klimaschädliches CO2 freigesetzt. Dies führt zu Gesundheitsschäden bis hin zum Tod von MinenarbeiterInnen. Und nach dem Einsatz des aufwändig gewonnenen Urans bleibt radioaktiver Müll übrig.


Atomstrom macht die Schweiz vom Ausland abhängig. Die Schweiz hat weder Uranminen, noch Uranaufbereitungsanlagen. Sie bezieht die Uran-Brennelemente von der französischen Firma AREVA. Diese wiederum beschafft das Erz zum Beispiel in Russland, Niger und Kanada. "Schweizer Atomstrom" gibt es nicht.

Der Uranabbau verseucht Lebensgrundlagen: Nur 5% des abgebauten Gesteins kann zur Energieerzeugung verwendet werden. 95% bleiben nach dem Abbau auf Abfallhalden als strahlender Müll zurück. Beim Abbau entsteht radioaktiver Staub, das Grundwasser und die Umgebung werden verseucht. Dabei werden in Namibia, Niger, Südafrika, den USA oder Kanada die Lebensgrundlage von indigenen Völkern zerstört. In den Nachbarländer sieht es nicht besser aus. Ein Beispiel ist der Uranabbau der "Wismut" in Ostdeutschland: Auf Grund der hohen Strahlenbelastung in diesen Gebieten traten dort verstärkt Krebserkrankungen auf. Rund 7'000 Lungenkrebsfälle sind dokumentiert. Insgesamt gehen Schätzungen von mehr als 20'000 Strahlenopfern im deutschen Uranabbau aus. Die Sanierung der deutschen Urangruben der Wismut wird die deutschen SteuerzahlerInnen 6,5 Milliarden Euro kosten. Das macht pro gefördertes Kilo Uran 40 Franken Sanierungskosten, bei einem heutigen (Juni 2010) Uranpreis von 90 Franken das Kilo. Die Schlussfolgerung bleibt: Uran ist viel zu billig.

Uran ist endlich. Die grössten Uranreserven der Welt befinden sich in Australien, Nordamerika und Kasachstan. Uran ist jedoch, wie Erdöl und Gas, ein endlicher Rohstoff. Die bekannten Uranreserven können den bestehenden Kraftwerkpark noch für etwa 60 Jahre versorgen. Auch wenn die genauen Prognosen umstritten sind, ist eins klar: Uran ist ein endlicher Rohstoff und der Energieaufwand wie auch der Preis für den Abbau sind bereits massiv gestiegen.