Atomstrom und Atomwaffen sind untrennbar
- Atomstrom und Atomwaffen sind siamesische Zwillinge.
- Den Atomwaffensperrvertrag nicht unterschrieben haben z.B.: Pakistan, Indien und Israel.
- Wiederaufbereitungsanlagen wurden für die Produktion von waffenfähigem Plutonium gebaut.
Atomenergie und Atomwaffen sind siamesische Zwillinge. Wird Atomstrom produziert, so werden auch Atomwaffen gefördert. Die Anlagen zur Aufbereitung von Uran und die Akteure im "Geschäft mit Atomwaffen " sind die gleichen. Zum Beispiel ist die IAEO (Internationale Atomenergieorganisation) sowohl für die Kontrolle von Atomsprengstoff, wie auch für den Brennstoffkreislauf ziviler Reaktoren zuständig. AREVA, einer der grössten Atomkonzerne der Welt, betreut das ganze Atomprogramm Frankreichs von der Wartung der Atombomben bis zur Uranbrennstoff-Lieferung. Jede Uranaufbereitungsanlage dient einerseits der Atomstromproduktion, andererseits der Atombombenzulieferung. Der komplexe Welturanhandel und die internationalen Uran-Transporte vereinfachen den Zugang zu waffenfähigem Uran. Sie tragen deshalb zur Verbreitung von nuklearen Waffen bei. Auch die Schweizer Reaktorbetreiber beteiligen sich am Welturanhandel, um an den nötigen Brennstoff zu gelangen
Atomsperrvertrag ist problematisch. Um die Verbreitung der Atombombentechnologie zu verhindern, wurde 1968 den Atomwaffensperrvertrag erstellt. Dieser Vertrag hält fest, dass ausser den Staaten, die schon damals die Atombombe besassen (Frankreich, China, USA, Grossbritannien und Russland) kein Land eine Atomwaffe entwickeln oder erwerben darf. Uranzulieferung für friedliche Nutzung, beziehungsweise die Produktion von Atomstrom, ist allerdings gestattet. Die Uranflüsse sind aber nicht einfach kontrollierbar: In einigen Staaten, wie Iran oder Nordkorea, ist es schwierig festzustellen, wofür das gelbe Gestein genutzt wird. Andere Staaten, wie Pakistan, Indien und Israel, weigern sich den Sperrvertrag zu unterzeichnen und sind somit frei, eine Atombombe zu besitzen.
Wiederaufbereitung produziert waffenfähiges Plutonium. Das Argument, eine Wiederaufbereitungsanlage diene der Wiederverwendung von Uran, ist nur die halbe Wahrheit. Denn Wiederaufbereitungsanlagen wurden ursprünglich für die Produktion von waffenfähigem Plutonium gebaut. Es ist deshalb kein Zufall, dass es solche Anlagen ausschliesslich unter den ersten Atommächten gibt (USA, Frankreich, England und Russland (frühere Sowjetunion)).





