Der Schweizer Atommüll wartet auf praktikable Lösung

  • Schweizer Atommüll wurde früher im Meer versenkt.
  • Der «Sachplan geologische Tiefenlager» als neue Suchmaschine für ein Atommülllager.
  • Ein Atommüll-Lager der Nagra soll in 40 Jahren fertig sein.

Die Schweizer radioaktiven Abfälle warten im Zwischenlager (ZWILAG) auf ihr SchicksalHochradioaktive Abfälle enthalten nach ihrem Einsatz immer noch viel Energie: Sie sind noch ca. 300C warm.Heute lagert der Schweizer Atommüll an verschiedenen Standorten und wartet auf eine LösungGegen eine Atommüllscheinlösung, April 2007Der Schweizer Müll ist zum grossen Teil in einem Zwischenlager

Wohin mit dem Schweizer Müll? Die Schweiz hat fünf Reaktoren gebaut, ohne sich ernsthaft zu fragen was mit dem Müll geschehen wird. Zwischen 1969 und 1982 wusste die Schweiz nichts besseres, als den radioaktiven Müll ins Meer zu versenken. Heute wartet der Atommüll in einem oberirdischen Zwischenlager (ZWILAG) und in Lagern neben den Atomkraftwerken. Verschiedene Versuche für ein unterirdisches Atommülllager sind bisher am lokalen Widerstand gescheitert; 2002 am Wellenberg zum letzten Mal. Seither hat man das Gesetz geändert: Das Kernenergiegesetz von 2003 schreibt die "geologische Tiefenlagerung" vor und entzieht dem lokalen Widerstand das Vetorecht.

Atommüll XY ungelöst: Nach rund 40 Jahren Forschung ist der Durchbruch in der sicheren Entsorgung des radioaktiven Abfalls nicht in Sicht. Es sind wesentliche technische Fragen und der Umgang mit den langen Zeiträumen ungelöst, das Verfahren ist zudem undemokratisch. Bis heute weiss niemand ob das geplante Atommülllager schwere Erdbeben übersteht, wie es langfristig zu überwachen und zu markieren ist oder wie die Abfälle bei Lecks allenfalls wieder geborgen werden können. Die passive Sicherheit, oder besser gesagt das Prinzip "Aus den Augen aus dem Sinn"-Prinzip, das die Nagra vorschlägt, ist für Abfälle dieser Giftigkeit keine Lösung. Der vom Bundesrat gutgeheissene Entsorgungsnachweis ist unter diesen Umständen Makulatur.