Der Schweizer Atommüll wartet auf praktikable Lösung
- Schweizer Atommüll wurde früher im Meer versenkt.
- Der "Sachplan geologische Tiefenlager" als neue Suchmaschine für ein Atommülllager.
- Ein Atommüll-Lager der Nagra soll in 40 Jahren fertig sein.
Wohin mit dem Schweizer Müll? Die Schweiz hat fünf Reaktoren gebaut, ohne sich ernsthaft zu fragen was mit dem Müll geschehen wird. Zwischen 1969 und 1982 wusste die Schweiz nichts besseres, als den radioaktiven Müll ins Meer zu versenken. Heute wartet der Atommüll in einem oberirdischen Zwischenlager (ZWILAG) und in Lagern neben den Atomkraftwerken. Verschiedene Versuche für ein unterirdisches Atommülllager sind bisher am lokalen Widerstand gescheitert; 2002 am Wellenberg zum letzten Mal. Seither hat man das Gesetz geändert: Das Kernenergiegesetz von 2003 schreibt die "geologische Tiefenlagerung" vor und entzieht dem lokalen Widerstand das Vetorecht.
Neue Suchmethoden für ein Tiefenlager. Da die Nagra (Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle) mit ihren Entsorgungs-Plänen bisher gescheitert ist, wurde das Dossier dem Bundesamt übergeben. Nach dem Ja des Bundesrates zum Entsorgungsnachweis im Jahr 2006 wurde der "Sachplan geologische Tiefenlager" als neue Suchmaschine für ein Atommülllager in Gang gesetzt. Damit soll der "beste" Standort für ein Lager gefunden und ums Jahr 2012 festgelegt werden. Das Lager soll bis in 40 Jahren fertig sein. Die Nagra, früher noch auf Kristallin-Gestein fixiert, bevorzugt heute Standorte im Opalinuston. Dieses Sediment-Gestein kommt im Mittelland in dünnen Schichten vor und liegt in etwa 400-600 Metern Tiefe.





