Bundesrat und Parlament haben sich 2011 für den schrittweisen Atomausstieg ausgesprochen, doch verbindliche Laufzeiten für die laufenden Atomkraftwerke fehlen. Die Politk beruft sich auf den Grundsatz «ein Atomkrafterk wird weiterbetrieben, solange es sicher ist».
SES-Medienmitteilung 2. Mai 2013 - Vergangene Woche hat das EU-Projekt «EurObserv'ER» die aktuellen Daten der Photovoltaikproduktion 2012 in der EU veröffentlicht. Bereits zum zweiten Mal hat nun die Schweizerische Energie-Stiftung SES untersucht, wie die Schweiz bei der Produktion von Strom aus Windkraft und Photovoltaik im Vergleich mit dem europäischen Umland abschneidet. Leider hat sich seit dem Vorjahr wenig getan: Die Schweiz liegt nach wie vor abgeschlagen auf dem letzten Platz. Um die Grössenunterschiede der Länder zu berücksichtigen, wurde erneut die Stromproduktion pro EinwohnerIn betrachtet.
Zürich, 24. April 2013: Die Schweiz hat eines der besten Stromnetze der Welt. Einen dringenden Ausbaubedarf gibt es nicht. Erst mittelfristig sind Ausbauten nötig, dann, wenn dezentrale erneuerbare Kraftwerke die Grosskraftwerke ersetzen. Für Ausbaupläne im Übertragungsnetz ist nicht die Energiewende ausschlaggebend, sondern grosse Pumpspeicherwerke und die Bedürfnisse des internationalen Stromhandels. Ein künftiger Netzausbau muss stets auf eine Versorgung mit 100% erneuerbaren Quellen ausgerichtet sein. Dafür braucht es aber kaum neue Hochspannungsleitungen, sondern ein modernes Verteil- und Einspeisenetz.
Trotzdem begrüsst die Schweizerische Energie-Stiftung SES die Stossrichtung der Strategie Stromnetze. In folgenden vier Punkten muss nachgebessert werden:
- Keine Bevorzugung der Hochspannungsleitungen.
Hochspannungsleitungen sollen im neu zu schaffenden Mehrjahresplan automatisch «nationale Bedeutung» haben. Dies ist unnötig bis schädlich.
- Keine Netzplanung ohne fixe Ausstiegsdaten.
Die fehlende Klarheit darüber, wie lange die Schweizer Atomkraftwerke am Netz bleiben, stellt einen gravierenden Unsicherheitsfaktor für nachhaltige Investitionen dar.
- Keine Intransparenz bei den Netzdaten.
Für die Öffentlichkeit und die Umweltverbände ist es unerlässlich, dass sie über alle Netzdaten verfügen, die zur Beurteilung der propagierten Netzausbauten erforderlich sind.
- Keine überdimensionierte Netze.
Die Umweltverbände verlangen eine Abkehr vom Dogma, dass die Netze jede produzierte Kilowattstunde zu jeder Zeit aufnehmen müssen. Das ist weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll.
» zur ausführlichen Stellungnahme der SES zur Strategie Stromnetze
Die Energiewende braucht gezielte Massnahmen zur Verbesserung der Stromeffizienz. Das Potenzial ist vorhanden, die Hemmnisse sind identifiziert. An der Jahrestagung 2013 vom 25. Juni des energie-cluster.ch wird es konkret: Die Fakten werden vorgelegt und die erforderlichen Schritte aufgezeigt.
Zürich, 19. April 2013: Die Schweizerische Energie-Stiftung SES lehnt den Bau einer zweiten Strassentunnelröhre am Gotthard ab. Eine zweite Röhre ist verfassungswidrig, unnötig und zu teuer und sie sabotiert die verlagerungs- und energiepolitischen Ziele. Die SES kann darum auch keiner Änderung des Bundesgesetzes über den Strassentransitverkehr im Alpengebiet (STVG) zustimmen.
>> Stellungnahme der SES zur Änderung des Bundesgesetzes über den Strassentransitverkehr im Alpengebiet hier
SES-Medienmitteilung vom 9. April 2013 - Die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrates (UREK-N) hat heute in einer Motion (13.3284) geregelte AKW-Laufzeiten beschlossen und schlägt ein Modell «40+10 Jahre» vor. Die Schweizerische Energie-Stiftung SES begrüsst den Willen der UREK-N, die Laufzeit zu beschränken, fordert aber aus Sicherheitsgründen gleichzeitig: 40 Jahre sind genug! - ohne Wenn und Aber.
JETZT REFERATE UND AUDIO-FILE ZUM DOWNLOAD BEREIT! Die Veranstaltung vom 6. Mai 2013 war ein voller Erfolg! Hans Wanner, ENSI und Dieter Majer (ehem. Deutsche Atomsicherheit) diskutierten mit Bastien Girod, NR Grüne über einen möglichst sicheren Schweizer Atomausstieg.