Nationale Risikoanalyse: Super-GAU ist die grösste Bedrohung

Zürich, 2. Juli 2015 - Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS hat sich in seinem Risikobericht 2015 verrechnet. Das Risiko einer nuklearen Katastrophe ist klar die grösste Bedrohung für die Schweizer Bevölkerung. Und solange das älteste AKW der Welt – Beznau I – weiter in Betrieb ist, nimmt dieses Risiko sicher nicht ab.

Die Schweizerische Energie-Stiftung SES ist irritiert über das Resultat der jüngsten Risikoanalyse «Katastrophen und Notlagen Schweiz 2015», welche das Bundesamts für Bevölkerungsschutz BABS gestern veröffentlicht hat. Ausgerechnet eine Strommangellage wird als grösstes Risiko für die Schweiz dargestellt. Dies in Zeiten einer massiven Europaweiten Stromschwemme. Für die SES ist klar: Werden die überalterten Schweizer AKW nicht vom Netz genommen, wird sich diese – für die Schweizer Stromwirtschaft sehr ungemütliche – Lage weiter verschärfen.

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Die anderen Energienachrichten der SES Nr. 95 - Juni 2015

  • Energiestrategie 2050: Übergang vom Förder- zum Lenkungssystem
  • Die SES am internationalen Atomkongress in Linz
  • Immer mehr AKW unrentabel
  • «Arme» Strombranche scheffelt Milliarden
  • ENSI: WAS JETZT?
  • Tagung Wärmekraftkopplung 2015
  • LETZTE ANMELDEMÖGLICHKEIT: Energiewende aus Mietersicht
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Klima- und Energielenkungs-System: SES-Stellungnahme

Zürich, 11. Juni 2015 - Die Schweizerische Energie-Stiftung SES hat sich am Vernehmlassungsverfahren zum Entwurf einer Verfassungsbestimmung für ein Klima- und Energielenkungssystem (KELS) beteiligt. Grundsätzlich befürwortet die SES die Einführung eines Klima- und Energielenkungssystems. Der Vorschlag wirkt für die SES allerdings zu wenig ambitioniert. Es besteht zudem die Gefahr, dass die heute funktionierenden Fördermassnahmen (insbesondere die kostendeckende Einspeisevergütung KEV) zu früh abgeschafft werden. Bevor die Förderung reduziert werden kann, muss die Lenkung ihre Wirkung zuerst entfalten.

» zur Stellungnahme der SES

» SES-Magazin «Energie & Umwelt» zum Thema Lenkungsabgaben

Die SES am internationalen Atomkongress in Linz

Am 19. Mai 2015 hat in Linz die Nuclear Energy Conference 2015 stattgefunden. Kernthema: Die wirtschaftlichen Grenzen der Atomkraft. Sabine von Stockar, SES-Projektleiterin Atom & Strom, hat dabei den Atomausstieg in der Schweiz erläutert. Sehen Sie die Präsentation im SES-Videokanal.

» Referat von Sabine von Stockar im SES-Videokanal

» Nuclear Energy Conference 2015

Die anderen Energienachrichten der SES Nr. 94 - Mai 2015

  • Neue erneuerbare Energien: Schweiz hinkt der EU hinterher
  • Atommüll: Schönwetterszenario führt zu Kostenunterschätzung
  • Die Lügen der Energiewirtschaft verfangen nicht
  • Finnland: AKW-Träume beerdigt
  • Klimapetition: über 100'000 Unterschriften
  • Mit dem Velo Richtung Energiewende
  • Veranstaltung: Mehr Mobilität mit weniger Verkehr!
  • Energiewende aus Mietersicht – Eine Auslegeordnung
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Grosswasserkraft: Beste Förderung ist der Atomausstieg

GrimselseeZürich, 26. Mai 2015 - Die Energiekommission des Ständerates debattiert an der Sitzung vom 27. Mai 2015 über die finanzielle Unterstützung grosser Wasserkraftwerke, respektive deren Besitzer. Der Wasserkraft geht es nicht so schlecht, wie das Jammern der Besitzer vermuten lässt. Aus Sicht der Schweizerischen Energie-Stiftung SES lässt sich aber eine zweckgebundene Förderung unter bestimmten Bedingungen akzeptieren: Ein mögliches Modell für die «Förderung der Wasserkraft» darf keine Mitnahmeeffekte zulassen, keine Förderung nach dem Giesskannenprinzip erlauben (keine Quersubventionierung der AKW-Betreiber) sowie die Förderung für neue erneuerbare Energien nicht beschneiden.

Die Wasserkraft hat den Besitzern im Mittelland bis vor ein paar Jahren Aussenhandelsgewinne in zweistelliger Milliardenhöhe beschert. Profitiert haben auch die Kantone in Form von Dividenden, leider wurden kaum Rückstellungen getätigt. Auch heute sind längst nicht alle Wasserkraftwerke defizitär. Ein grosser Teil des Wasserstroms wird nach wie vor an im Monopol «gefangene» Kunden verkauft, die die vollen Gestehungskosten bezahlen müssen. Zudem sind die Börsenpreise nicht immer identisch mit den tatsächlichen Transaktionspreisen: knapp drei Viertel der Stromgeschäfte laufen «over the counter», also ausserhalb der Börse. Felix Nipkow, Projektleiter Strom & Erneuerbare bei der SES sagt: «Das Jammern der Stromkonzerne hat weniger mit der Wasserkraft, sondern viel mehr mit unrentablen AKW und Fehlinvestitionen in Pumpspeicherwerke zu tun.»

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Neue erneuerbare Energien: Schweiz hinkt der EU hinterher

SES-Grafik Ländervergleich 2015 Die Schweiz hinkt der EU bei der Sonnen- und Windstromproduktion um Jahre hinterher. Die europäischen Länder produzierten 2014 im Durchschnitt 5,7 mal mehr grünen Strom. Ein Vergleich der SES bringt weitere enttäuschende Fakten ans Licht: Alle neun umliegenden Staaten erzeugen mehr Strom aus Sonne und Wind und selbst unter sämtlichen 28 EU-Ländern liegt die Schweiz auf dem viertletzten Rang. Das ist ein Weckruf für die ParlamentarierInnen der Energiekommission des Ständerats, die am 27. Mai 2015 über die Förderung erneuerbarer Energien im Rahmen der Energiestrategie 2050 beraten. Die SES fordert die Aufhebung der Obergrenze des Netzzuschlags für die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV).

» Grafik zum Download (pdf)

Die Schweizerische Energie-Stiftung (SES) vergleicht die Photovoltaik- und Windstromproduktion 2014 der EU-Länder mit der Schweiz1. Um die Grössenunterschiede der Länder zu berücksichtigen, wird die Stromproduktion pro EinwohnerIn betrachtet. Im Vergleich mit neun umliegenden Ländern ist die Schweiz abgeschlagen auf dem letzten Platz (siehe Grafik). Selbst wenn man alle 28 EU-Staaten miteinbezieht, landet die Schweiz auf Rang 26. Nur gerade die Slowakei, Ungarn und Lettland sind grössere Erneuerbaren-Muffel. Im Durchschnitt produziert die EU pro Einwohner 5,7 mal mehr Strom aus Wind und Sonne als die Schweiz.

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Energie und Umwelt 2/2015: Energie-Bonus-System

  • Klima- und Energielenkungssystem (KELS): beeindruckend auf den ersten Blick, enttäuschend im Detail
  • Gewinne dank cleverem Sparbonus
  • Ökoreformen im Ausland: Lenkungsabgaben zeigen Wirkung

Atommüll: Schönwetterszenario führt zu Kostenunterschätzung

Zürich, 7. Mai 2015 - Medienmitteilung SES
Die Anhörungsvorlage zur zweiten Revision der Stilllegungs- und Entsorgungsfonds-Verordnung (SEFV) ist mangelhaft. Sie schreibt nicht vor, dass Kostenrisiken in die Kostenberechnungen miteinbezogen werden müssen. Die Schweizerische Energie-Stiftung SES zeigt beispielhaft realistischere Szenarien im Atommüll-Zeitplan und deren Kostenfolgen auf.

Bis zum 8. Mai 2015 läuft die Anhörungsfrist zur Stilllegungs- und Entsorgungsfondsverordnung (SEFV). Die Schweizerische Energie-Stiftung SES kommt zum Schluss: Trotz Verbesserungen nach der letzten SEFV-Revision werden die Kosten nach wie vor massiv unterschätzt. «Selbst die Eidgenössische Finanzkontrolle EFK spricht hier von einem Idealszenario, auf welchem die Kostenberechnungen der Stilllegung von Schweizer AKW und der Entsorgung des Atommülls basieren», weiss Sabine von Stockar, Projektleiterin Atom & Strom bei der SES. Die Kostenrisiken werden dabei unterschlagen.

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Stellungnahme Neufestlegung Netzzuschlag

Zürich, 4. Mai 2015 - Stellungnahme der SES zur Änderung der Energieverordnung (EnV): Neufestlegung des Zuschlags. Das BFE schlägt vor, den Zuschlag per 1.1.2016 von heute 1,1 Rappen pro Kilowattstunde auf 1,3 Rp/kWh anzuheben. Für die SES reicht dies nicht aus, um die Warteliste abzubauen und fordert das Ausschöpfen des gesetzlich festgeschriebenen Maximums von 1,5 Rappen.

» zur Stellungnahme der SES

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