Schmutziger Strom von Schweizer Produzenten

Der Strom von Axpo, Alpiq, BKW und Repower stammt zum Grossteil aus Atom-, Gas- und Kohlekraftwerken. Die vier grössten Schweizer Energiekonzerne produzieren zum Beispiel vier Mal mehr Strom aus Gas als mit Wind. Die Wasserkraft und neue erneuerbare Energien kommen auf einen Anteil von weniger als einen Drittel. Die Schweizerische Energie-Stiftung SES hat den Strommix der Konzerne analysiert und ruft zu einem dringenden Kurswechsel auf.

Die Energiewende ist in der Schweiz bereits Realität. Der Zubau von Solarstrom beispielsweise übertrifft alle Erwartungen des Bundesrates. Doch die vier grössten Schweizer Stromproduzenten setzen weiterhin auf schmutzige Atom-, Gas- und Kohlekraftwerke. Die Schweizerische Energie-Stiftung SES hat die Stromproduktion aus dem Jahr 2014 analysiert und zeigt den Dreckstrommix von Axpo, Alpig, BKW und Repower auf.

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Die anderen Energienachrichten der SES Nr. 96 - Juli 2015

  • SES/SMV-Fachtagung «Die Energiewende aus Mietersicht»
  • Nuklear-Studie zeigt: Schweiz hat den ältesten AKW-Park
  • Nationale Risikoanalyse: Super-GAU ist die grösste Bedrohung
  • Neues vom Pannen-AKW Benzau
  • Die Mär einer neuen Reaktorgeneration
  • Tageskurse: Plusenergie-Gebäude, Plusenergie-Areale
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Nuklear-Studie zeigt: Schweiz ohne Plan beim Atomausstieg

Zürich, 15. Juli 2015 - Die Tage der Atomkraft sind gezählt. Da kaum mehr neue Anlagen ans Netz gehen und altersbedingt viele Werke stillgelegt werden, nimmt ihr Anteil an der weltweiten Stromproduktion ab. Dies zeigt der heute in London publizierte World Nuclear Industry Status Report 2015. Der Bericht analysiert unter anderem, wie die Länder mit der Überalterung ihrer AKW umgehen. Der Schweizerischen Energie-Stiftung SES fällt auf: Im Vergleich zu anderen Atomstaaten steht die Schweiz ohne Plan da – und das obwohl sie den ältesten Reaktor der Welt betreibt.

Weltweit sind unzählige Atomkraftwerke überaltert und müssen in den nächsten Jahren vom Netz. Doch Neubauten werden kaum mehr in Angriff genommen, da die aktuell im Bau befindlichen Reaktoren mit Kostenexplosionen und jahrelangen Verzögerungen kämpfen. Führende Atomkonzerne wie etwa die französische AREVA sind deshalb wirtschaftlich am Ende. Der von unabhängigen Fachexperten erstellte World Nuclear Industry Status Report WNISR 2015 zeigt ein deutliches Bild: AKW sind Auslaufmodelle.

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Stellungnahme zur Änderung EnV und StromVV

Zürich, 6. Juli 2015 - Stellungnahme der SES zur Änderung der Energieverordnung (EnV) und Stromversorgungs-Verordnung (StromVV). Anpassung der Vergütungssätze: Es werden nur die Vergütungssätze für die Photovoltaik angepasst, bei den übrigen Technologien sind offenbar keine Anpassungen möglich. Die Photovoltaiksätze liegen inzwischen fast durchwegs unter den Bezugskosten für Haushaltstrom, die Netzparität ist auch in der Schweiz erreicht. Photovoltaik ist in den meisten Fällen die günstigste Technologie zur Stromproduktion mit Neuanlagen. Die Absenkungen sind allerdings übertrieben: Die den Berechnungen zugrunde liegende Annahme, dass bei Anlagen von 30 kWp ein Eigenverbrauchsanteil von 40% vorliegt, ist sehr ambitioniert und wird wohl in vielen Fällen nicht erreicht. Der Eigenverbrauch ist individuell sehr unterschiedlich, er sollte nicht in die Berechnung der Vergütungssätze einbezogen werden.

» zur Stellungnahme der SES

Energiewende aus Mietersicht: Handlungsbedarf erkannt

Zürich, 7. Juli 2015 - Im Schweizer Gebäudepark steckt ein gewaltiges Energiesparpotential. Dieses soll über eine Erhöhung des Anteils energetischer Sanierungen abgerufen werden. Damit dieses Vorhaben gelingt und damit die Ziele der Energiestrategie 2050 erreicht werden, muss eine faire Kostenteilung für Mietende, VermieterInnen und öffentliche Hand gefunden werden. An der Fachtagung «Die Energiewende aus Mietersicht – eine Auslegeordnung» von letztem Freitag wurden die Herausforderungen identifiziert und der politische Meinungsfindungsprozess angestossen. Für die Veranstalter ist klar: In dieser Frage besteht Diskussions- und Handlungsbedarf.

An der gemeinsamen Fachtagung haben der Schweizerische Mieterinnen- und Mieterverband SMV und die Schweizerische Energie-Stiftung SES die bislang getrennt geführten Diskussionen um die Energiewende auf der einen und die Erhöhung der Wohnkosten auf der anderen Seite zusammengeführt. An der mit 150 Personen gut besuchten Fachtagung wurde klar: Die Kosten für energetische Sanierungen sind meist höher als die Reduktionen bei den Heiznebenkosten, was netto zu einer Erhöhung der Mietkosten führt. Die geplante Erhöhung der Rate energetischer Sanierungen in der Schweiz funktioniert dementsprechend nur, wenn eine faire Kostenteilung zwischen den Parteien gefunden werden kann. «Wir wollen verhindern, dass die Interessen der Mieterinnen und Mieter gegen die Umwelt – und die Interessen der Umwelt gegen die Mieterinnen und Mieter – ausgespielt werden,» bringt es Balthasar Glättli, Grüner Nationalrat und Vizepräsident des SMV, auf den Punkt.

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Nationale Risikoanalyse: Super-GAU ist die grösste Bedrohung

Zürich, 2. Juli 2015 - Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS hat sich in seinem Risikobericht 2015 verrechnet. Das Risiko einer nuklearen Katastrophe ist klar die grösste Bedrohung für die Schweizer Bevölkerung. Und solange das älteste AKW der Welt – Beznau I – weiter in Betrieb ist, nimmt dieses Risiko sicher nicht ab.

Die Schweizerische Energie-Stiftung SES ist irritiert über das Resultat der jüngsten Risikoanalyse «Katastrophen und Notlagen Schweiz 2015», welche das Bundesamts für Bevölkerungsschutz BABS gestern veröffentlicht hat. Ausgerechnet eine Strommangellage wird als grösstes Risiko für die Schweiz dargestellt. Dies in Zeiten einer massiven Europaweiten Stromschwemme. Für die SES ist klar: Werden die überalterten Schweizer AKW nicht vom Netz genommen, wird sich diese – für die Schweizer Stromwirtschaft sehr ungemütliche – Lage weiter verschärfen.

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Die anderen Energienachrichten der SES Nr. 95 - Juni 2015

  • Energiestrategie 2050: Übergang vom Förder- zum Lenkungssystem
  • Die SES am internationalen Atomkongress in Linz
  • Immer mehr AKW unrentabel
  • «Arme» Strombranche scheffelt Milliarden
  • ENSI: WAS JETZT?
  • Tagung Wärmekraftkopplung 2015
  • LETZTE ANMELDEMÖGLICHKEIT: Energiewende aus Mietersicht
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Klima- und Energielenkungs-System: SES-Stellungnahme

Zürich, 11. Juni 2015 - Die Schweizerische Energie-Stiftung SES hat sich am Vernehmlassungsverfahren zum Entwurf einer Verfassungsbestimmung für ein Klima- und Energielenkungssystem (KELS) beteiligt. Grundsätzlich befürwortet die SES die Einführung eines Klima- und Energielenkungssystems. Der Vorschlag wirkt für die SES allerdings zu wenig ambitioniert. Es besteht zudem die Gefahr, dass die heute funktionierenden Fördermassnahmen (insbesondere die kostendeckende Einspeisevergütung KEV) zu früh abgeschafft werden. Bevor die Förderung reduziert werden kann, muss die Lenkung ihre Wirkung zuerst entfalten.

» zur Stellungnahme der SES

» SES-Magazin «Energie & Umwelt» zum Thema Lenkungsabgaben

Die SES am internationalen Atomkongress in Linz

Am 19. Mai 2015 hat in Linz die Nuclear Energy Conference 2015 stattgefunden. Kernthema: Die wirtschaftlichen Grenzen der Atomkraft. Sabine von Stockar, SES-Projektleiterin Atom & Strom, hat dabei den Atomausstieg in der Schweiz erläutert. Sehen Sie die Präsentation im SES-Videokanal.

» Referat von Sabine von Stockar im SES-Videokanal

» Nuclear Energy Conference 2015

Die anderen Energienachrichten der SES Nr. 94 - Mai 2015

  • Neue erneuerbare Energien: Schweiz hinkt der EU hinterher
  • Atommüll: Schönwetterszenario führt zu Kostenunterschätzung
  • Die Lügen der Energiewirtschaft verfangen nicht
  • Finnland: AKW-Träume beerdigt
  • Klimapetition: über 100'000 Unterschriften
  • Mit dem Velo Richtung Energiewende
  • Veranstaltung: Mehr Mobilität mit weniger Verkehr!
  • Energiewende aus Mietersicht – Eine Auslegeordnung
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