Die anderen Energienachrichten der SES / Mai 2016

  • 40 Jahre SES
  • Sonne & Wind: Entwicklungsland Schweiz
  • Bigler setzt aufs falsche Pferd
  • Versorgungsrisiko Alt-AKW Beznau
  • NEIN zur Milchkuh-Initiative
  • JA zu «Züri atomfrei»
  • Menschenstrom gegen Atom 2016

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Drahtesel statt Milchkuh

6 Millionen Autos rollen durch die Schweiz, und die Zahl der Motorfahrzeuge nimmt Jahr für Jahr zu. Die Autos verstopfen Strassen, vernichten Rohstoffe, erwärmen das Klima und bürden den Menschen Gesundheitsschäden auf. Gut ein Drittel des Endenergieverbrauchs wird heute im Verkehrssektor verfahren – zu 96% endliches Erdöl! Das Ziel einer jeden Verkehrspolitik muss deshalb weniger Auto- und mehr ÖV und Veloverkehr sein. Nicht primär nur der Umwelt zu liebe, sondern auch um in einem dichtbesiedelten Land die Gesellschaft mobil und produktiv zu erhalten. Deshalb warnt die SES vor den Auswirkungen der Milchkuh-Initiative, welche den gesamten Ertrag der Mineralölsteuer in die Strassenkasse stecken möchte und zu einer zunehmenden Asphaltierung und steigendem Energieverschleiss führen würde.

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Bigler setzt aufs falsche Pferd

Zürich, 20. Mai 2016 - An der heutigen Jahresversammlung des Nuklearforums wurde Hans-Ulrich Bigler offiziell als neuer Präsident bestätigt. Der Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands verkennt damit die Realität auf dem Arbeitsmarkt und brüskiert die dutzenden KMU und Technologieunternehmen in der Branche der Solarenergie und der erneuerbaren Energien. Auf dem Arbeitsmarkt spielt die Atomenergie als Auslaufmodell nur noch eine marginale Rolle. Stattdessen konkurriert sie direkt den Zubau von erneuerbaren Energien, welche ein viel grösseres Arbeitsplatzpotenzial aufweisen. Eine Studie der SES aus dem Jahr 2012 zeigt, dass in der Schweiz im Bereich der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz bis 2035 85'000 Jobs entstehen können.

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Strom von Sonne und Wind: Entwicklungsland Schweiz

Zürich, 17. Mai 2016 - Das Ökostrom-Ranking der Schweizerischen Energie-Stiftung SES zeigt: Die Schweiz schneidet bei der pro Kopf-Produktion von Strom aus Sonne und Wind schlecht ab. Sie liegt im Vergleich mit umliegenden europäischen Ländern auf dem letzten Platz. Wären alle Projekte auf der KEV-Warteliste jetzt schon umgesetzt, läge die Schweiz immerhin im europäischen Mittelfeld. Darum rät die SES dem Parlament, in der kommenden Junisession die Energiestrategie 2050 in der Schlussabstimmung anzunehmen, um die Schweiz von ihrem peinlichen letzten Listenplatz zu holen.

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Versorgungsrisiko Alt-AKW Beznau

Zürich, 3. Mai 2016 - Die Axpo hat heute in einer Medienmitteilung bekanntgegeben, es seien weitere Untersuchungen für den Integritätsnachweis zu den Materialfehlern im Reaktordruckbehälter des AKW Beznau I erforderlich. Damit geht das Ringen um die definitive Ausser-betriebnahme des ältesten AKW der Welt in die nächste Runde. Die Schweizerische Energie-Stiftung SES stellt die grundlegende Frage, welcher Beitrag vom pannenanfälligen Schweizer AKW-Park überhaupt noch an die Versorgungssicherheit erwartet werden kann.

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Alpiq Leaks - AKW dem Staat oder Konkurs?

Zürich, 3. Mai 2016 - Im März berichtete die «Basler Zeitung» über ein Lobbying-Konzept, welches die PR-Agentur Hirzel.Neef.Schmid.-Konsulenten im Auftrag der Alpiq erstellt hat. Darin werden Strategien und Massnahmen formuliert, wie der Stromkonzern mit der Beeinflussung von Politikern, der Instrumentalisierung der Wissenschaft und mit Staatshilfe wieder schwarze Zahlen schreiben will. Teil des Plans: Das defizitäre AKW Gösgen soll samt seiner Ewigkeitskosten dem Bund vermacht werden. Denn die Alpiq verliert mit dem Betrieb jeden Tag Geld und nach Betriebsende folgen unabsehbare Milliardenkosten für Stilllegung, Rückbau und Entsorgung. Aus Sicht der SES kann eine Abwicklungs-Genossenschaft volkswirtschaftlich und sicherheitstechnisch von Vorteil sein. Bedingung muss aber sein, dass die Laufzeiten der AKW auf maximal 40 Jahre begrenzt werden. Denn wenn die Allgemeinheit das grosse Aufräumen schon bezahlt, dann soll ihr nicht auch noch ein Uralt-Reaktor um die Ohren fliegen.

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Energie und Umwelt 2/2016: Geordneter Atomausstieg

  • Ja zur Atomausstiegsinitiative
  • Die Energiestrategie 2050 bringt keinen Atomausstieg
  • Jürgen Trittin: «Das Risiko Beznau muss vom Netz.»

Die anderen Energienachrichten der SES / April 2016

  • 40 Jahre SES
  • UREK-S schwächt Energiestrategie weiter
  • Handbremse lösen bitte!
  • Spass statt Gesetze
  • 30 Jahre Tschernobyl
  • Menschenstrom gegen Atom 2016
  • Tagung: Den Gebäudepark sanieren

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UREK-S schwächt Energiestrategie 2050 weiter

Zürich, 19. April 2016 - Die Energiekommission des Ständerats hat heute über die bestehenden Differenzen des ersten Massnahmenpakets der Energiestrategie 2050 beraten. Sie will die Vorlage noch weiter abschwächen.

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Der Netzzuschlag ist zu erhöhen

Die SES fordert die Erhöhung des Netzzuschlags für die Förderung neuer erneuerbarer Energien auf 2017 auf das gesetzliche Maximum von 1,5 Rappen pro Kilowattstunde. Selbst dann können die über 36’600 erneuerbare Energie-Projekte, welche auf der Warteliste für die Kostendeckende Einspeisevergütung KEV stehen (Stand Ende 2015), nicht alle umgesetzt werden. Diese würden bereits die Produktion der AKW Beznau I & II ersetzen.

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