PR-Kampagnen statt echte Problemlösung

Heute Freitag präsentiert die Nationale Genossenschaft für die Entsorgung radioaktiver Abfälle Nagra das neuste Kind ihrer PR-Abteilung: eine Ausstellung namens „Timeride“. Diese Ausstellung verharmlost auf skandalöse Weise die riesige Herausforderung der Lagerung von Atommüll über die nächsten Generationen hinweg.

Hochradioaktive Abfälle sind in kleinsten Mengen tödlich. Sie müssen für mindestens eine Million Jahre von der Biosphäre ferngehalten werden. Das sind geologische Zeiträume, welche die Wissenschaft im Rückblick einigermassen erfassen kann. Es ist jedoch unseriös, die Entwicklung in der nächsten Million Jahre für einen bestimmten Ort auf der Erde vorauszusagen. Ein Atommülllager muss in dieser Zeit gegen 15 Eiszeiten und viele schwere Erdbeben überstehen.

Dazu kommt, dass wir heute nicht wissen, wie sich das durch ein Tiefenlager verletzte Tongestein mit den heissen Müllbehältern in Zukunft verhalten wird. Solche sicherheitsrelevanten Fragen sind bis heute ungeklärt.

Wer wie die Nagra mit ihrer Timeride Ausstellung trotzdem suggeriert, dass sie all diese erdgeschichtlichen Risiken und technischen Herausforderungen über diese Zeiträume im Griff habe, der gaukelt der Bevölkerung Sicherheiten vor, wie es sie nicht gibt.

Für die SES ist diese teure und unnötige PR-Offensive unseriös und am Rande der Desinformation. Es ist Zeit, dass von unabhängigen Fachleuten auf interdisziplinärer Basis neue generationengerechte Entsorgungskonzepte entwickelt werden. Weitere Nagra-Investitionen in Public Relation und Science fiction sind unnötig und erschweren die Lösung des Problems. 

Downloads:
Allg. Infos zu Atommüll und Sachplanverfahren

Die 12 ungelösten Fragen der Schweizer Atommüllentsorgung

 

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PR-Kampagnen statt echte Problemlösung

Heute Freitag präsentiert die Nationale Genossenschaft für die Entsorgung radioaktiver Abfälle Nagra das neuste Kind ihrer PR-Abteilung: eine Ausstellung namens „Timeride“. Diese Ausstellung verharmlost auf skandalöse Weise die riesige Herausforderung der Lagerung von Atommüll über die nächsten Generationen hinweg.

Hochradioaktive Abfälle sind in kleinsten Mengen tödlich. Sie müssen für mindestens eine Million Jahre von der Biosphäre ferngehalten werden. Das sind geologische Zeiträume, welche die Wissenschaft im Rückblick einigermassen erfassen kann. Es ist jedoch unseriös, die Entwicklung in der nächsten Million Jahre für einen bestimmten Ort auf der Erde vorauszusagen. Ein Atommülllager muss in dieser Zeit gegen 15 Eiszeiten und viele schwere Erdbeben überstehen.

Dazu kommt, dass wir heute nicht wissen, wie sich das durch ein Tiefenlager verletzte Tongestein mit den heissen Müllbehältern in Zukunft verhalten wird. Solche sicherheitsrelevanten Fragen sind bis heute ungeklärt.

Wer wie die Nagra mit ihrer Timeride Ausstellung trotzdem suggeriert, dass sie all diese erdgeschichtlichen Risiken und technischen Herausforderungen über diese Zeiträume im Griff habe, der gaukelt der Bevölkerung Sicherheiten vor, wie es sie nicht gibt.

Für die SES ist diese teure und unnötige PR-Offensive unseriös und am Rande der Desinformation. Es ist Zeit, dass von unabhängigen Fachleuten auf interdisziplinärer Basis neue generationengerechte Entsorgungskonzepte entwickelt werden. Weitere Nagra-Investitionen in Public Relation und Science fiction sind unnötig und erschweren die Lösung des Problems. 

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