Energiewende braucht mehr Schub

Der heute vom Bundesamt für Energie publizierte Monitoringbericht zur Energiestrategie zeigt auf, wo sich die Schweiz auf dem Weg zur Energiewende befindet. Gemessen an den Zielen der Energiestrategie 2050 sind wir «auf Kurs». Das BFE vermittelt damit die Botschaft, man könne jetzt zurücklehnen. Das ist gefährlich. Für die Erreichung der Klimaziele von Paris und für einen Atomausstieg ohne gefährliche Langzeitexperimente ist erst recht eine Beschleunigung angesagt.

Energieverbrauch und Ausbau erneuerbarer Energien

Das neue Energiegesetz hat die Fördermechanismen für erneuerbare Energien befristet, sie laufen 2022 (für Einspeisevergütung) bzw. 2030 (für Einmalvergütungen) aus (Sunset-Klausel im Energiegesetz). Eine Nachfolge ist nicht in Sicht, der angekündigte Übergang zum Lenkungssystem wird nicht weiter verfolgt, nachdem das «Klima- und Energielenkungssystem» vom Parlament abgelehnt wurde. «Das ist keine zukunftsgerichtete Energiepolitik, sondern manifestierter Stillstand», meint SES-Projektleiter Felix Nipkow. «Die Nachfolgearbeiten zur Energiestrategie müssen jetzt starten.»

Photovoltaik ist die günstigste Stromproduktionstechnik, sogar im Winterhalbjahr. Bundesrat und Parlament blockieren die Solarenergie auch nach dem Volks-Ja zur Energiestrategie, obschon sie den Netzzuschlagsfonds pro Kilowattstunde am geringsten belastet.

Mehr Informationen dazu in der kürzlich von der SES herausgegebenen Studie:
» www.energiestiftung.ch/strommarkt

Klimapolitik

Die Schweiz ist stärker als andere Länder vom Klimawandel betroffen. Das Pariser Klimaabkommen fordert, dass die weltweiten Treibhausgasemissionen auf netto null sinken. Das bisher Erreichte genügt nicht. Auch der Vorschlag für die Revision des CO2-Gesetzes ist weitgehend untauglich. Der Monitoringbericht erwähnt, dass für die Erreichung der langfristigen Ziele «die Emissionen auf Pro-Kopf-Ebene weiter kontinuierlich reduziert werden [müssen].» Das reicht nicht, die Emissionen müssen sehr viel rascher sinken. SES-Projektleiter Florian Brunner fordert: «Dazu braucht es griffige Massnahmen, zum Beispiel beim Strassen- und beim Flugverkehr». Da ist die Klimapolitik heute ungenügend oder sogar inexistent.

Felix Nipkow

Felix Nipkow
Projektleiter Strom & Erneuerbare

Tel. 044 275 21 28
Mail: felix.nipkow@energiestiftung.ch
Twitter: @FelixNipkow

Florian Brunner

Florian Brunner
Projektleiter Fossile Energien & Klima

Tel. 044 275 21 24
Mail: florian.brunner@energiestiftung.ch
Twitter: @flo_brunn

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Energiewende braucht mehr Schub

Der heute vom Bundesamt für Energie publizierte Monitoringbericht zur Energiestrategie zeigt auf, wo sich die Schweiz auf dem Weg zur Energiewende befindet. Gemessen an den Zielen der Energiestrategie 2050 sind wir «auf Kurs». Das BFE vermittelt damit die Botschaft, man könne jetzt zurücklehnen. Das ist gefährlich. Für die Erreichung der Klimaziele von Paris und für einen Atomausstieg ohne gefährliche Langzeitexperimente ist erst recht eine Beschleunigung angesagt.

Energieverbrauch und Ausbau erneuerbarer Energien

Das neue Energiegesetz hat die Fördermechanismen für erneuerbare Energien befristet, sie laufen 2022 (für Einspeisevergütung) bzw. 2030 (für Einmalvergütungen) aus (Sunset-Klausel im Energiegesetz). Eine Nachfolge ist nicht in Sicht, der angekündigte Übergang zum Lenkungssystem wird nicht weiter verfolgt, nachdem das «Klima- und Energielenkungssystem» vom Parlament abgelehnt wurde. «Das ist keine zukunftsgerichtete Energiepolitik, sondern manifestierter Stillstand», meint SES-Projektleiter Felix Nipkow. «Die Nachfolgearbeiten zur Energiestrategie müssen jetzt starten.»

Photovoltaik ist die günstigste Stromproduktionstechnik, sogar im Winterhalbjahr. Bundesrat und Parlament blockieren die Solarenergie auch nach dem Volks-Ja zur Energiestrategie, obschon sie den Netzzuschlagsfonds pro Kilowattstunde am geringsten belastet.

Mehr Informationen dazu in der kürzlich von der SES herausgegebenen Studie:
» www.energiestiftung.ch/strommarkt

Klimapolitik

Die Schweiz ist stärker als andere Länder vom Klimawandel betroffen. Das Pariser Klimaabkommen fordert, dass die weltweiten Treibhausgasemissionen auf netto null sinken. Das bisher Erreichte genügt nicht. Auch der Vorschlag für die Revision des CO2-Gesetzes ist weitgehend untauglich. Der Monitoringbericht erwähnt, dass für die Erreichung der langfristigen Ziele «die Emissionen auf Pro-Kopf-Ebene weiter kontinuierlich reduziert werden [müssen].» Das reicht nicht, die Emissionen müssen sehr viel rascher sinken. SES-Projektleiter Florian Brunner fordert: «Dazu braucht es griffige Massnahmen, zum Beispiel beim Strassen- und beim Flugverkehr». Da ist die Klimapolitik heute ungenügend oder sogar inexistent.

Felix Nipkow

Felix Nipkow
Projektleiter Strom & Erneuerbare

Tel. 044 275 21 28
Mail: felix.nipkow@energiestiftung.ch
Twitter: @FelixNipkow

Florian Brunner

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Projektleiter Fossile Energien & Klima

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Mail: florian.brunner@energiestiftung.ch
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