Gemischte Bilanz bei der Revision der Energie- und der Energieförderungsverordnung

Der Bundesrat hat Änderungen der Energieverordnung (EnV) und der Energieförderungsverordnung (EnFV) verabschiedet. Die SES zieht in ihrer Analyse eine gemischte Bilanz und fordert eine echte Neuausrichtung der Strommarkt-Politik, damit die Energiewende realisiert werden kann.

In den überarbeiteten Verordnungen gibt es Licht und Schatten. Einerseits wurden in der EnV die Zusammenschlüsse für Eigenverbrauch (ZEV) vereinfacht. Neu können Parzellen zusammengeschlossen werden, auch wenn dazwischen eine Strasse liegt. Andererseits soll die Nutzung des lokalen Verteilnetzes weiterhin nicht möglich sein.

In der EnFV wurde die Einmalvergütung für kleine Photovoltaikanlagen (<30kWp) gekürzt, allerdings weniger stark als ursprünglich vorgeschlagen. Bei grossen Anlagen wurde auf eine Kürzung verzichtet. Die Einmalvergütung ist für Photovoltaikprojekte die einzige Möglichkeit, zusätzlich zu den oft tiefen Einspeisetarifen der Netzbetreiber Geld für den ins Netz eingespiesenen Strom zu erhalten. Bei der Einspeisevergütung gibt es eine lange Warteliste, neue Anlagen können keine aufgenommen werden.

Wartezeiten schrecken Investoren ab

Die Wartezeiten bis zur Auszahlung der Einmalvergütung sinken wie vom Bundesamt für Energie Ende 2018 angekündigt. Anderthalb Jahre für Kleinanlagen und 2 Jahre für grosse Anlagen (>100kWp) sind allerdings immer noch abschreckend für Investoren. Die Wartezeiten sollten nicht länger als 3 Monate betragen.

SES-Projektleiter Felix Nipkow bilanziert: «Es geht in die richtige Richtung, aber gemessen an den Zielen der Energiewende kommen wir immer noch viel zu langsam voran. Nur mit einer echten Neuausrichtung der Strommarktpolitik kann die bestehende Blockade gelöst werden.»

Weiterführende Links

 

Weitere Informationen

Felix Nipkow

Felix Nipkow
Projektleiter Strom & Erneuerbare

Tel. 044 275 21 28
Mail: felix.nipkow@energiestiftung.ch
Twitter: @FelixNipkow

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Gemischte Bilanz bei der Revision der Energie- und der Energieförderungsverordnung

Der Bundesrat hat Änderungen der Energieverordnung (EnV) und der Energieförderungsverordnung (EnFV) verabschiedet. Die SES zieht in ihrer Analyse eine gemischte Bilanz und fordert eine echte Neuausrichtung der Strommarkt-Politik, damit die Energiewende realisiert werden kann.

In den überarbeiteten Verordnungen gibt es Licht und Schatten. Einerseits wurden in der EnV die Zusammenschlüsse für Eigenverbrauch (ZEV) vereinfacht. Neu können Parzellen zusammengeschlossen werden, auch wenn dazwischen eine Strasse liegt. Andererseits soll die Nutzung des lokalen Verteilnetzes weiterhin nicht möglich sein.

In der EnFV wurde die Einmalvergütung für kleine Photovoltaikanlagen (<30kWp) gekürzt, allerdings weniger stark als ursprünglich vorgeschlagen. Bei grossen Anlagen wurde auf eine Kürzung verzichtet. Die Einmalvergütung ist für Photovoltaikprojekte die einzige Möglichkeit, zusätzlich zu den oft tiefen Einspeisetarifen der Netzbetreiber Geld für den ins Netz eingespiesenen Strom zu erhalten. Bei der Einspeisevergütung gibt es eine lange Warteliste, neue Anlagen können keine aufgenommen werden.

Wartezeiten schrecken Investoren ab

Die Wartezeiten bis zur Auszahlung der Einmalvergütung sinken wie vom Bundesamt für Energie Ende 2018 angekündigt. Anderthalb Jahre für Kleinanlagen und 2 Jahre für grosse Anlagen (>100kWp) sind allerdings immer noch abschreckend für Investoren. Die Wartezeiten sollten nicht länger als 3 Monate betragen.

SES-Projektleiter Felix Nipkow bilanziert: «Es geht in die richtige Richtung, aber gemessen an den Zielen der Energiewende kommen wir immer noch viel zu langsam voran. Nur mit einer echten Neuausrichtung der Strommarktpolitik kann die bestehende Blockade gelöst werden.»

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