Doris Leuthard: Kandidatin für die Atomausstiegsmedaille

Kommentar von Greenpeace Schweiz und der SES zum Rücktritt von Bundesrätin Leuthard.

Doris Leuthard ist zu verdanken, dass die Projekte für den Bau drei neuer Atomkraftwerke kurz nach dem Fukushima-Unfall 2011 aufgegeben wurden und das Verbot für den Neubau von Atomkraftwerken mit der Annahme der Energiestrategie 2050 gesetzlich verankert werden konnte. Mit diesem richtungsweisenden Entscheid hat Bundesrätin Leuthard die Schweizer Energiepolitik entscheidend geprägt. Wie ernst es ihr mit dem Atomausstieg ist, kann jedoch noch nicht abschliessend beurteilt werden.

Denn nachdem Bundesrätin Leuthard in den letzten Jahren Laufzeitbefristungen für die bestehenden Reaktoren aktiv bekämpft hat, treibt sie nun eine Abschwächung der AKW-Sicherheitsvorschriften voran. Nutzniesser dieser Abschwächung wäre die Beznau-Betreiberin Axpo, die damit das AKW Beznau ohne Nachrüstungen noch über Jahrzehnte am Netz lassen könnte. Leidtragend wäre die Bevölkerung, die just mit dem Ausstiegsentscheid vor dem steigenden Risiko der Altreaktoren hätte geschützt werden sollen. Der Entscheid zur Revision der entsprechenden Kernenergieverordnung ist noch in diesem Jahr zu erwarten.
 
«Hält sie an dieser Revision fest, versetzt Doris Leuthard die nukleare Sicherheit 30 Jahre zurück», warnt Nils Epprecht von der SES. Die Politik der scheidenden Bundesrätin wäre damit alles andere als weitsichtig. «Wir würden gern Frau Leuthard die Atomausstiegsmedaille verleihen», ergänzt Florian Kasser von Greenpeace Schweiz. «Dazu muss sie aber auf die Lockerung der Sicherheitsvorschriften für AKW verzichten.»  Ob Doris Leuthard für ihre Bundesrätinnen-Laufbahn die Atomausstiegsmedaille verliehen erhält, wird sich in den kommenden Wochen entscheiden.

 

Weitere Informationen

Nils Epprecht

Nils Epprecht
Projektleiter Strom & Atom

Tel. 044 275 21 25
Mail: nils.epprecht@energiestiftung.ch
Twitter: @nepprecht

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Doris Leuthard: Kandidatin für die Atomausstiegsmedaille

Kommentar von Greenpeace Schweiz und der SES zum Rücktritt von Bundesrätin Leuthard.

Doris Leuthard ist zu verdanken, dass die Projekte für den Bau drei neuer Atomkraftwerke kurz nach dem Fukushima-Unfall 2011 aufgegeben wurden und das Verbot für den Neubau von Atomkraftwerken mit der Annahme der Energiestrategie 2050 gesetzlich verankert werden konnte. Mit diesem richtungsweisenden Entscheid hat Bundesrätin Leuthard die Schweizer Energiepolitik entscheidend geprägt. Wie ernst es ihr mit dem Atomausstieg ist, kann jedoch noch nicht abschliessend beurteilt werden.

Denn nachdem Bundesrätin Leuthard in den letzten Jahren Laufzeitbefristungen für die bestehenden Reaktoren aktiv bekämpft hat, treibt sie nun eine Abschwächung der AKW-Sicherheitsvorschriften voran. Nutzniesser dieser Abschwächung wäre die Beznau-Betreiberin Axpo, die damit das AKW Beznau ohne Nachrüstungen noch über Jahrzehnte am Netz lassen könnte. Leidtragend wäre die Bevölkerung, die just mit dem Ausstiegsentscheid vor dem steigenden Risiko der Altreaktoren hätte geschützt werden sollen. Der Entscheid zur Revision der entsprechenden Kernenergieverordnung ist noch in diesem Jahr zu erwarten.
 
«Hält sie an dieser Revision fest, versetzt Doris Leuthard die nukleare Sicherheit 30 Jahre zurück», warnt Nils Epprecht von der SES. Die Politik der scheidenden Bundesrätin wäre damit alles andere als weitsichtig. «Wir würden gern Frau Leuthard die Atomausstiegsmedaille verleihen», ergänzt Florian Kasser von Greenpeace Schweiz. «Dazu muss sie aber auf die Lockerung der Sicherheitsvorschriften für AKW verzichten.»  Ob Doris Leuthard für ihre Bundesrätinnen-Laufbahn die Atomausstiegsmedaille verliehen erhält, wird sich in den kommenden Wochen entscheiden.

 

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Mail: nils.epprecht@energiestiftung.ch
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