Bundesrat bremst die heutige Dynamik beim Zubau der erneuerbaren Stromproduktion

Die Schweizerische Energiestiftung SES hat die Vorschläge des Bundesrates bezüglich der Zubauziele bei den erneuerbaren Energien genauer studiert. Der Befund ist erstaunlich. Die heutige Dynamik bei den neuen erneuerbaren Energien soll mit bescheidenen Zubauraten abgewürgt werden. Die Photovoltaik (PV), die Technik mit dem grössten Potential, soll als einzige Produktionsart kontingentiert bleiben. Kein Wunder, dass der Bundesrat bei diesem mutwillig langsamen Wende-Tempo die AKW ewig laufen lassen oder gar Gaskraftwerke bauen will.

Bremse bei den neuen Erneuerbaren
Im 2012 produzierte die Schweiz 1'724 GWh neuen erneuerbaren Strom – ohne Wasserkraft. 2013 werden es bereits 2'400 GWh sein – ein Zubau von über 600 GWh pro Jahr. Würden wir mit dieser Zubaumenge und heutigem Fördersystem fortfahren, so würden wir im Jahr 2020 6'600 GWh produzieren. Es ist unverständlich, weshalb der Bundesrat das 2020er-Ziel bei tiefen 4400 GWh ansetzt. Warum zieht er die Handbremse, statt diese endlich zu lösen?
 
Die Sonnenstrom-Blockade

Das Ziel für Strom aus der Sonne wurde gegenüber der Vernehmlassung von 2012 nach oben korrigiert. Neu wurde das 2020er-Ziel installierter Leistung von 600 MW auf 1260 MW verdoppelt.
(Faktenblatt UVEK zur MM vom 4.9.2013, Tabelle 2; Botschaft zur Energiestrategie 2050 vom Bundesrat).

Auf dieses Ziel hin soll ausgerechnet die Technologie mit dem grössten Potential künstlich kontingentiert werden. Auch da wird der Bundesrat wohl von der Realität abermals eingeholt werden. Denn nur 40% der heutigen PV-Anlagen profitieren von der kostendeckenden Einspeisevergütung KEV. Geht der PV-Zubau im Tempo der letzten Jahre weiter - 2013 werden 300 MW installiert - so würden die 2020er-Ziele des Bundesrates um gut das Doppelte übertroffen.
 
Die SES kritisiert diese mutwillige Abbremsung, insbesondere im Bereich der Photovoltaik. Ausgerechnet im Bereich des grössten Potentials, wo sich auch die Bevölkerung und die KMU beteiligen können, wird mit Kontingenten und unattraktiven Vergütungssätzen gebremst. Die Realität zeigt, dass ein zügigeres Tempo beim Erneuerbaren-Zubau und ein früheres Abstellen der AKW möglich ist.
Das Parlament ist gefordert, denn: Kilowattstunden aus PV-Anlagen werden immer billiger, während uns die alten AKW immer teurer zu stehen kommen. 

 

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Bundesrat bremst die heutige Dynamik beim Zubau der erneuerbaren Stromproduktion

Die Schweizerische Energiestiftung SES hat die Vorschläge des Bundesrates bezüglich der Zubauziele bei den erneuerbaren Energien genauer studiert. Der Befund ist erstaunlich. Die heutige Dynamik bei den neuen erneuerbaren Energien soll mit bescheidenen Zubauraten abgewürgt werden. Die Photovoltaik (PV), die Technik mit dem grössten Potential, soll als einzige Produktionsart kontingentiert bleiben. Kein Wunder, dass der Bundesrat bei diesem mutwillig langsamen Wende-Tempo die AKW ewig laufen lassen oder gar Gaskraftwerke bauen will.

Bremse bei den neuen Erneuerbaren
Im 2012 produzierte die Schweiz 1'724 GWh neuen erneuerbaren Strom – ohne Wasserkraft. 2013 werden es bereits 2'400 GWh sein – ein Zubau von über 600 GWh pro Jahr. Würden wir mit dieser Zubaumenge und heutigem Fördersystem fortfahren, so würden wir im Jahr 2020 6'600 GWh produzieren. Es ist unverständlich, weshalb der Bundesrat das 2020er-Ziel bei tiefen 4400 GWh ansetzt. Warum zieht er die Handbremse, statt diese endlich zu lösen?
 
Die Sonnenstrom-Blockade

Das Ziel für Strom aus der Sonne wurde gegenüber der Vernehmlassung von 2012 nach oben korrigiert. Neu wurde das 2020er-Ziel installierter Leistung von 600 MW auf 1260 MW verdoppelt.
(Faktenblatt UVEK zur MM vom 4.9.2013, Tabelle 2; Botschaft zur Energiestrategie 2050 vom Bundesrat).

Auf dieses Ziel hin soll ausgerechnet die Technologie mit dem grössten Potential künstlich kontingentiert werden. Auch da wird der Bundesrat wohl von der Realität abermals eingeholt werden. Denn nur 40% der heutigen PV-Anlagen profitieren von der kostendeckenden Einspeisevergütung KEV. Geht der PV-Zubau im Tempo der letzten Jahre weiter - 2013 werden 300 MW installiert - so würden die 2020er-Ziele des Bundesrates um gut das Doppelte übertroffen.
 
Die SES kritisiert diese mutwillige Abbremsung, insbesondere im Bereich der Photovoltaik. Ausgerechnet im Bereich des grössten Potentials, wo sich auch die Bevölkerung und die KMU beteiligen können, wird mit Kontingenten und unattraktiven Vergütungssätzen gebremst. Die Realität zeigt, dass ein zügigeres Tempo beim Erneuerbaren-Zubau und ein früheres Abstellen der AKW möglich ist.
Das Parlament ist gefordert, denn: Kilowattstunden aus PV-Anlagen werden immer billiger, während uns die alten AKW immer teurer zu stehen kommen. 

 

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