Rohstoffverfügbarkeit: Angespannte Lage auf den Ressourcenmärkten

  • In den 1970er Jahren war die Endlichkeit nicht erneuerbarer Energien politisch im Gespräch.
  • Verteilkämpfe und Ressourcenkonflikte sind zu befürchten.
  • Auch wenn wir auf erneuerbare Energien umstellen: Wir müssen massiv weniger verbrauchen!

Ressourcenknappheit erneut auf der politischen Agenda: Kostengünstige Energie wird in Zukunft und weltweit immer knapper. Im Rahmen des ersten Berichts des «Club of Rome» 1972 und der ersten Ölkrise 1973 wurde in den 1970er Jahren sehr intensiv über die Endlichkeit der nicht erneuerbaren Ressourcen diskutiert. Danach verschwand die Ressourcenknappheit von der politischen Agenda. Erst durch die in die Höhe geschossenen Ressourcenpreise – nicht nur beim Öl, sondern auch bei Gas, Uran, Kupfer, Nickel und anderen metallischen Rohstoffen – beschäftigt sich die Politik wieder mit dem Thema. Energierohstoffe sind sowohl für das Fortbestehen der Industriegesellschaften, wie auch für die Entwicklung der sich industrialisierenden Länder essenziell.

Angespannte Lage auf den Ressourcenmärkten: Bedenken um eine sichere Rohstoffversorgung wurden mehrfach formuliert. Die zunehmende Verknappung lässt einen härter werdenden Verteilkampf, wenn nicht gar ausgeprägte Ressourcenkonflikte für das 21. Jahrhundert befürchten. Das Hochpreisniveau für Rohstoffe ist/war kein vorübergehendes Phänomen. Die Lage auf den Rohstoffmärkten wird in den nächsten Jahren angespannt bleiben. Bei den metallischen Rohstoffen fällt diesbezüglich vor allem das grosse Verbrauchswachstum von Infrastrukturen und Industrialisierung in den Ländern Brasilien, Russland, Indien und China ins Gewicht.

Um eine Verbrauchsminderung kommen wir nicht herum: Die Substitutionsfrage wird immer drängender. Bei den metallische Rohstoffen liegt da einiges im Bereich der technischen Möglichkeiten. Insbesondere bei den fossilen Rohstoffen besteht eine enorm einseitige Abhängigkeit, und die Substitution stellt eine schier unüberwindbare Herausforderung dar - vor allem im Mobilitätsbereich. Hier kommen wir nicht darum herum, auf eine gewaltige Verbrauchsminderung hinzuarbeiten.

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