Jetzt unterschreiben:
Offener Brief für eine echte Energieunabhängigkeit der Schweiz

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Liebe SVP, liebe FDP, liebe Economiesuisse,
liebe Energiewende-Zweifler, to whom it may concern…

Wir teilen mit Euch die Sorge darüber, wie wir unsere Versorgungssicherheit garantieren und den globalen Klimawandel möglichst effektiv begrenzen. Eine Sorge, die sich angesichts des Ukraine-Kriegs und den grossen Unsicherheiten in der Gas- und Ölversorgung gerade potenziert. Umso verblüffter sind wir deshalb ob der von Euch platzierten Forderung nach neuen Atomkraftwerken.

Wir halten das in etwa für so hilfreich, wie wenn zur Behebung des allabendlichen Feierabendstaus plötzlich die Legalisierung fliegender Autos diskutiert würde. Solche sind bis dato in der Schweiz verboten.

Wir fürchten, dass Eure Forderung die Sicht aufs Wesentliche versperrt und wir damit wertvolle Zeit verlieren. Wenn wir unsere inländische Stromproduktion nicht schnell steigern, können wir Netto Null vergessen und machen uns rundum von der EU abhängig – oder von russischem Gas. Wollt Ihr das wirklich?

Bis wir uns für neue Atomkraftwerke entschieden hätten, würden viel Zeit und mindestens zwei schmerzhafte Abstimmungen ins Land ziehen. Wollt Ihr ernsthaft schon wieder eine Spaltung des Landes wie während der Pandemie?

Wir benötigen zum Bau Amerikanerinnen, Chinesen, Französinnen oder Russen und stärken damit deren Atomwaffenprogramme. Frankreichs Präsident Macron hat vor Jahresfrist unmissverständlich gesagt: «Wir brauchen die Atomkraft für unser Atomwaffenprogramm». Putin sieht das genauso und droht der Welt offen mit einem Atomkrieg. Passt das zu Euren Vorstellungen einer neutralen, defensiven, dem Frieden und Dialog verpflichteten Schweiz?

Wir müssen für den AKW-Betrieb massive Staatssubventionen sprechen und Haftungsausnahmen zimmern. Passt das zu Euren Vorstellungen einer verursachergerechten, liberalen und marktwirtschaftlichen Energieversorgung?

Und wir bürden für die Entsorgung der strahlenden Abfälle künftigen Generationen neue Kosten- und Sicherheitsrisiken auf, für die sie nichts können. Verträgt sich das mit Eurem Konzept der Schuldenbremse?

Ein System dezentraler erneuerbarer Energien passt viel besser zu uns: Zahlreiche kleine Produzentinnen und Produzenten stehen miteinander im Wettbewerb. Unser Stolz, die Wasserkraft, gleicht hiesige Sonnen- und Windkraft bedarfsgerecht aus und macht uns wirklich unabhängig. Die ganze Bevölkerung investiert und profitiert. Schweizer Produzenten von Solarmodulen und Turbinen, Monteure und Geologinnen schaffen Jobs und Wertschöpfung.

Wir finden es schön, dass Ihr von Technologien schwärmt, die uns all unsere Zukunftssorgen nehmen. Wer träumt nicht vom Fliegen? Aber wir würden Euch sehr gerne wieder ins Hier und Jetzt zurückholen. Die Probleme drängen. Und sie sind echt. Die Lösungen aber auch. Helft Ihr uns, sie jetzt so schnell wie möglich umzusetzen?

Freundliche Grüsse

Schweizerischie Energie-Stiftung SES

Was wir tun

Informieren:

Die SES liefert den Medien wichtiges Hintergrundwissen, sie wendet sich mit Veranstaltungen und Publikationen an interessierte Kreise und sensibilisiert die Öffentlichkeit für die Problematik von fossiler und atomarer Energie.

Forschen:

Die SES erarbeitet Grundlagen und Positionen zu Energiethemen und gibt externe Studien in Auftrag, die bei Behörden, politischen Instanzen und in den Medien grosse Beachtung finden.

Lobbyieren:

Wir führen den Dialog mit der Bundesverwaltung und der Energiewirtschaft, nutzen unsere Kontakte zu PolitikerInnen und unterstützen parlamentarische Vorstösse.

Nils Epprecht, SES-Geschäftsleiter

Nils Epprecht
SES-Geschäftsleiter

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