Strom

Seit dem Bau der letzten AKW ist der schweizerische Produktionsmix quasi unverändert: 52,5% Wasser, 42% Atom, 5,5% übriges (Zahlen 2006). Der Anteil an Strom aus neuen erneuerbaren Quellen (Sonne, Wind und Biomasse) liegt heute noch immer unter 1%.

Ab 2008 bringen die Marktliberalisierung, das Unbundling auf Netzebene sowie die verbesserte Förderung der erneuerbaren Energien mittels Einspeisevergütung etwas Bewegung in den bisherigen Monopolmarkt. Den Schweizer „Markt“ beherrschen 5 Überlandwerke, welche zu etwa 80% in öffentlicher Hand sind.

SES-Empfehlung

Den Stromverbrauch reduzieren.

Eine intelligente Strompolitik setzt heute primär bei der Nachfrage an. Denn die Einsparung einer Kilowattstunde Strom kostet heute etwa die Hälfte einer neu zu produzierenden. Eine strenge Effizienzpolitik spart aber nicht nur Geld, sondern schont auch das Klima. Deshalb gehören Stromschleudern und ineffiziente Stromanwendungen per Gesetz verboten und effiziente Geräte gefördert. Wer wenig Strom braucht, soll mit einer Stromlenkungsabgabe belohnt werden.

Heute die Weichen auf Morgen stellen.

Die SES fordert, dass die Schweiz endlich ernsthaft beginnt, ihre Stromversorgung auf erneuerbare Energien umzustellen. Nur diese bieten uns langfristige Versorgungssicherheit. Die Technologien sind vorhanden, die Potenziale ausreichend, die volkswirtschaftlichen Kosten längerfristig berechenbar und nicht teurer als der heutige Hochenergiepfad. Dies bestätigt auch das Bundesamt für Energie in seinen Energieperspektiven: „Bilden die diskontierten Gesamtkosten der Lückenschliessung Grundlage des Vergleiches, so ist Szenario IV (2000 Watt Gesellschaft) als Folge des geringeren Stromverbrauches am günstigsten“.

Erneuerbar statt atomar.

Den Neubau von Atomkraftwerken lehnt die SES ab. Neue AKW verzögern den unumgänglichen Strukturwandel um weitere 80 Jahre. Die nötige Erschliessung der erneuerbaren Energiepotentiale würde wieder nicht stattfinden und die heutige Verschwendungspolitik würde sich fortsetzen. Kommt dazu, dass neue AKW nicht weniger gefährlich sind als alte und dass sich das ungelöste Müllproblem nochmals verschärft.
Die SES setzt alles daran, um den Neubau von Atomkraftwerken zu verhindern. Deshalb engagiert sie sich innerhalb der „Allianz Stopp Atom“.

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