Neue AKW – eine volkswirtschaftliche Idiotie
Unsere staatlichen Stromkonzerne BKW und AXPO überziehen das Land mit teuren PR-und Greenwashing-Kampagnen. Die Botschaft ist ebenso eingängig wie falsch: Ohne neue AKW gehen uns die Lichter aus. Es macht jedoch wenig Sinn weitere 80 Jahre auf gefährlichen und teuren Atomstrom zu setzen und unseren Nachfahren noch mehr hochradioaktive Abfälle zu vererben, wenn wir zum halben Preis Strom sparen können und sauberen Strom vor unserer Haustüre haben.
„Stromlücke“ heisst das altbewährte Schreckensgespenst, Klimaschutz das neue Zauberwort. Die Atomlobby Kommuniziert mit professioneller Hilfe. Die PR Agentur Burson Marsteller hat denn auch gleich die Geschäftsstelle des Nuklearforums, dem Atomlobbyarm der CH-Stromwirtschaft, übernommen. Dort kommt man dann zu Prädikaten wie „ungeliebte Klimaschützer“ oder „nachhaltige Kernenergie“.
Glaubwürdig ist der Absender nicht und die Angstmacherei fehl am Platz. Denn es sind vor allem die Stromer selber, welche mit neuen Pumpspeichern die „Stromlücke“ vergrössern und mit Investitionen in ausländische Kohle- und Gaskraftwerke dem Klima kräftig einheizen.
SES-Empfehlung
Wir haben billigere und sichere Alternativen
Deshalb kommen die Energieperspektiven des Bundes auch nicht auf den gleichen Schluss wie die Stromwirtschaft selbst. Die arbeiten des BFE zeigen nämlich, dass es ohne AKW besser, sicherer und nachhaltiger geht. Und das Beste daran ist, dass uns der nachhaltige Weg über rationellen Stromeinsatz und dezentral erneuerbare Stromproduktion kaum teurer zu stehen kommt als der heutige Hochenergiepfad. Rechnen wir die minimierten Externalitäten, die volkswirtschaftlichen Nutzen und politischen Freiheiten noch dazu, so kommt uns der saubere Weg langfristig ganz bestimmt billiger.
Das Risiko ist den Banken zu gross
Aber auch die Stromwirtschaft ist von ihren Plänen nicht nur überzeugt. Wenn auch steinreich, so ist eine Investition für die nächsten 80 Jahre ein grosses Risiko und alles andere als attraktiv. Kommt dazu, dass die Akzeptanz dieser Technologie mit unappetitlichen Stilllegungs- und Entsorgungsprojekten und allenfalls gar grösseren Unfällen in Zukunft eher sinken statt wachsen wird. Deshalb kommt auch die UBS und Standard&Poors zum Schluss: „Für private Investoren ist die Atomenergie unattraktiv“.
Lieber dezentral erneuerbar, als zentral unberechenbar.
Es macht wenig Sinn weitere 80 Jahre auf gefährlichen und teuren Atomstrom zu setzen und unseren Nachfahren noch mehr hochradioaktive Abfälle zu vererben, wenn wir zum halben Preis Strom sparen können und sauberen Strom vor unserer Haustüre haben. Ausserdem ist das Uran endlich und einen Umstieg früher oder später sowieso notwendig.
Die SES wird alles daran setzen, die Fehlinvestition in neue AKW zu verhindern. Die SES ist Mitglied der Allianz Stopp Atom.
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