SES-Medienkommentar zu den UREK-S-Entscheiden

Die Energiekommission des Ständerates (UREK–S) hat im Rahmen der Energiestrategie 2050 das Kernenergiegesetz beraten. Die Kommission hat die Verbesserungen des Nationalrates abgelehnt. Die Mehrheit der Kommission will weder klar begrenzte Laufzeiten für die alten Schweizer AKW, noch will sie die AKW-Betreiber zu Langzeitbetriebskonzepten verpflichten. Dies obschon die Atomaufsichtsbehörde ENSI dieses Konzept bisher begrüsste.

Damit schlägt die UREK dem Plenum im Herbst de facto zwei Dinge vor:

  • Die Bevölkerung soll trotz der Dreifachkernschmelze in Fukushima höheren nuklearen Risiken augesetzt werden. Denn die Schweiz betreibt bereits heute den ältesten AKW-Park der Welt.
  • Die Stromwende soll ohne Plan (oder am liebsten gar nicht?) stattfinden. Denn ohne klar definierten Ausstiegsfahrplan, weiss auch niemand bis wann wir wie viel einheimische Kraftwerke zubauen müssen.

«Der Vorschlag der UREK bringt mehr nukleare Risiken anstatt einen planbaren Atomausstieg. Die Mitteparteien BDP und CVP sind in der Herbstsession gefordert, ihr Wahlversprechen diesbezüglich einzulösen und Klarheit zu schaffen» sagt Jürg Buri, Geschäftsleiter der SES.

Die SES appelliert an das Plenum des Ständerates, sich von den kurzsichtigen Interessen der Stromwirtschaft zu lösen und die Stromwende ernsthaft herbeizuführen. Dazu gehören klar begrenzte Laufzeiten für alle AKW (= Ausstieg) und ein zielführendes Förderinstrument für einheimische Energien und Energieeffizienz (= Einstieg). Alles andere ist planloser Blindflug mit steigenden nuklearen Risiken und steigender Auslandsabhängigkeit.

Weitere Informationen

Jürg Buri

Jürg Buri
Geschäftsleiter

044 275 21 21
juerg.buri@energiestiftung.ch

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SES-Medienkommentar zu den UREK-S-Entscheiden

Die Energiekommission des Ständerates (UREK–S) hat im Rahmen der Energiestrategie 2050 das Kernenergiegesetz beraten. Die Kommission hat die Verbesserungen des Nationalrates abgelehnt. Die Mehrheit der Kommission will weder klar begrenzte Laufzeiten für die alten Schweizer AKW, noch will sie die AKW-Betreiber zu Langzeitbetriebskonzepten verpflichten. Dies obschon die Atomaufsichtsbehörde ENSI dieses Konzept bisher begrüsste.

Damit schlägt die UREK dem Plenum im Herbst de facto zwei Dinge vor:

  • Die Bevölkerung soll trotz der Dreifachkernschmelze in Fukushima höheren nuklearen Risiken augesetzt werden. Denn die Schweiz betreibt bereits heute den ältesten AKW-Park der Welt.
  • Die Stromwende soll ohne Plan (oder am liebsten gar nicht?) stattfinden. Denn ohne klar definierten Ausstiegsfahrplan, weiss auch niemand bis wann wir wie viel einheimische Kraftwerke zubauen müssen.

«Der Vorschlag der UREK bringt mehr nukleare Risiken anstatt einen planbaren Atomausstieg. Die Mitteparteien BDP und CVP sind in der Herbstsession gefordert, ihr Wahlversprechen diesbezüglich einzulösen und Klarheit zu schaffen» sagt Jürg Buri, Geschäftsleiter der SES.

Die SES appelliert an das Plenum des Ständerates, sich von den kurzsichtigen Interessen der Stromwirtschaft zu lösen und die Stromwende ernsthaft herbeizuführen. Dazu gehören klar begrenzte Laufzeiten für alle AKW (= Ausstieg) und ein zielführendes Förderinstrument für einheimische Energien und Energieeffizienz (= Einstieg). Alles andere ist planloser Blindflug mit steigenden nuklearen Risiken und steigender Auslandsabhängigkeit.

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