Atommülllagerung: Nagra-Unterlagen unvollständig

Die Schweizerische Energie-Stiftung SES ist über die Kritik von BFE und ENSI an der Unvollständigkeit der Nagra-Unterlagen nicht überrascht. «Wie kann man nur politisch derart hochsensible Entscheidungen auf der Basis solch liederlicher Grundlagen vornehmen», fragt sich Sabine von Stockar, Projektleiterin Atom&Strom bei der SES.

Bereits mehrmals hat die SES den fehlenden Gleichstand der Untersuchungen kritisiert und die voreilige Eingrenzung auf zwei potentielle Endlager-Standorte als willkürlich bezeichnet. «Es ist beispielsweise unklar, weshalb der Standort Nördlich Lägern plötzlich aus dem Verfahren geflogen ist», erklärt von Stockar weiter. Ein älterer technischer Bericht liess keine Zweifel daran offen, dass Nördlich Lägern genau so wie alle anderen Standorte für hochradioaktive Abfälle geeignet ist. «Plötzlich und ohne zusätzliche geologische Untersuchungen erhielt dieser Standort bei der Einengung schlechtere Noten und wurde rausgekippt.»

Unabhängige Organisation gefordert
Die SES fordert einmal mehr, dass die Nagra aus ihrer Abhängigkeit von den AKW-Betreibern herausgelöst werden muss. Nur so kann bei der Atommülllagerfrage eine Lösung im Sinne der bestmöglichen Sicherheit gefunden werden. «Das heutige Konzept ist unausgereift. Es fehlt die Rückholbarkeit und es gibt zahlreiche technische Probleme, die sich noch als unüberwindbar herausstellen können», so von Stockar weiter.

Mehr Informationen
Sabine von Stockar, Projektleiterin Atom&Strom
Tel. 044 275 21 21

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Atommülllagerung: Nagra-Unterlagen unvollständig

Die Schweizerische Energie-Stiftung SES ist über die Kritik von BFE und ENSI an der Unvollständigkeit der Nagra-Unterlagen nicht überrascht. «Wie kann man nur politisch derart hochsensible Entscheidungen auf der Basis solch liederlicher Grundlagen vornehmen», fragt sich Sabine von Stockar, Projektleiterin Atom&Strom bei der SES.

Bereits mehrmals hat die SES den fehlenden Gleichstand der Untersuchungen kritisiert und die voreilige Eingrenzung auf zwei potentielle Endlager-Standorte als willkürlich bezeichnet. «Es ist beispielsweise unklar, weshalb der Standort Nördlich Lägern plötzlich aus dem Verfahren geflogen ist», erklärt von Stockar weiter. Ein älterer technischer Bericht liess keine Zweifel daran offen, dass Nördlich Lägern genau so wie alle anderen Standorte für hochradioaktive Abfälle geeignet ist. «Plötzlich und ohne zusätzliche geologische Untersuchungen erhielt dieser Standort bei der Einengung schlechtere Noten und wurde rausgekippt.»

Unabhängige Organisation gefordert
Die SES fordert einmal mehr, dass die Nagra aus ihrer Abhängigkeit von den AKW-Betreibern herausgelöst werden muss. Nur so kann bei der Atommülllagerfrage eine Lösung im Sinne der bestmöglichen Sicherheit gefunden werden. «Das heutige Konzept ist unausgereift. Es fehlt die Rückholbarkeit und es gibt zahlreiche technische Probleme, die sich noch als unüberwindbar herausstellen können», so von Stockar weiter.

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