Den Klimakollaps verhindern: jetzt handeln!

  • In den Alpen schmelzen die Gletscher, in den Polarregionen das Eis.
  • Eine zunehmende Nutzung von Kohle verspricht absolut finsterste Aussichten für den Klimaschutz.
  • Wird heute falsch entschieden, ist es für das Klima zu spät.

Die ungebremste Verbrennung von Öl, Gas und Kohle heizt das Klima gewaltig auf. In den Alpen schmelzen die Gletscher, in den Polarregionen das Eis, dadurch steigt der Meeresspiegel unablässig. Immer schlimmere Stürme wüten rund um die Erde, sintflutartige Niederschläge bringen Flut- und Überschwemmungskatastrophen. Hitzewellen bringen Dürre übers Land. Der Klimawandel steht bei den Umweltproblemen an erster Stelle. Schaffen wir es nicht innerhalb der nächsten 10 bis 15 Jahren die Emissionen von Treibhausgasen global zu reduzieren, so sind verheerende Auswirkungen zu erwarten deren finanzielle Folgen Ex-Weltbank-Chef Nicolas Stern mit 5 bis 20% des Bruttosozialproduktes abschätzte. Die Kehrtwende dagegen würde weniger als 1% des BSP kosten. Der CO2-Ausstoss muss weltweit rasch und drastisch sinken. Die Schweiz als reiche Industrienation verfügt über grössere Möglichkeiten als viele Länder dieser Erde und muss sich ihrer Verantwortung stellen. Um das auch an der Uno-Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember 2009 anerkannte 2-Grad Ziel zu erreichen, muss sich Schweiz zu einer Reduktion des CO2-Ausstosses von 40 Prozent im Inland bis zum Jahr 2020 verpflichten.

Finstere Aussichten: Eine zunehmende Nutzung von Kohle verspricht absolut finsterste Aussichten für den Klimaschutz – auf Jahre hinaus. Einmal gebaut, blasen die Kohlekraftwerke jahrzehntelang Unmengen an Kohlendioxid in die Luft. Steinkohlekraftwerke verursachen einen CO2-Ausstoss von 750 Gramm je Kilowattstunde (kWh), Braunkohlekraftwerke sogar Emissionen von 950 Gramm CO2 je kWh.

Die Fakten sind eindeutig: Kohle ist die klimaschädlichste Energieform und wird es auch bleiben – trotz allem Gerede von "sauberer Kohle". Einmal gebaut, verhindern diese Kraftwerke für lange Zeit den Umstieg auf eine dezentrale Energieversorgung mit erneuerbaren Energien. Das "Window of Opportunity", welches wir jetzt in Europa mit einem relativen alten Kraftwerkspark haben, ist mit maximal fünf Jahren nur sehr kurz. Werden jetzt die falschen Entscheidungen getroffen, ist es für das Klima zu spät.