Das grosse Konfliktpotenzial des schwarzen Goldes
- Je weniger Öl gefördert werden kann, desto härter werden die Kämpfe darum.
- Ressourcenbesitz bedeutet Macht.
- Einzig an der Nordsee lassen sich Erdölförderung, Demokratie und Menschenrechte vereinbaren.
Rohstoffe sind Macht: Je aktueller der Peak Oil, desto härter wird um die Ressource Öl gekämpft. Der Zugang zu einer knapper werdenden und wichtigen Ressource gibt Macht. Rohstoffe werden zunehmend zu geostrategischen Instrumenten in einem Umfeld, in dem sich die Spielregeln ändern. Die fünf grossen Geostrategen – China, Russland, Indien, die EU und die USA – werden sich um die verbleibenden Erdöl- und Erdgas-Ressourcen streiten, wenn nötig mit Gewalt. So entstehen Ressourcenkriege, denn wer die Ressourcen kontrolliert, kann indirekt die Rivalen in Schacht halten. Und mit dem Erreichen des Peak Oil wird die Situation noch konfliktreicher.
Die Erdölförderung ist wichtiger als Menschenrechte: Wesentlich ist die Frage des Eigentums. Oft ist die Rede von den grossen Ölgiganten Exxon Mobile, Shell und BP. Dabei geht aber vergessen, dass 90% aller verfügbaren Ölreserven sich in den Händen grosser nationaler Ölfirmen befinden. Allen voran die staatliche saudische Gesellschaft Aramco. Darüber hinaus befinden sich zwei Drittel der Ölreserven in der politisch instabilen Golfregion. Nur noch in der Nordsee gehen Erdölförderung, Demokratie und Menschenrechte Hand in Hand. Die Ölförderung in der Nordsee geht aber markant zurück, der Peak ist überschritten.
