Weltweite Ölknappheit: Die Lage spitzt sich zu

  • Die zukünftige Ölknappheit kann Krisen und Konflikte auslösen.
  • In Europa stagniert der Ölverbrauch zwar, er ist aber um ein vielfaches höher als in Schwellen- und Entwicklungsländern.

1995 überstieg der Ölverbrauch die inländische FörderungPeak Oil der US-Förderung war 1971

Der Kampf ums Öl hat begonnen: Die Weltwirtschaft steht auf einem brüchigen Fundament. Erdöl, das Schmiermittel der Wirtschaft, deckt heute 40% des weltweiten Primärenergieverbrauchs ab. Und der Kampf ums Schwarze Gold hat längst begonnen: Je mehr der kostbare Saft zur Neige geht, desto schneller drohen Krisen, Konflikte und Kriege.

Das Ringen der Supermächte ums Öl: 1945 wurden weltweit 6 Millionen Fass Erdöl pro Tag gefördert und verbraucht. 2008 waren es 84,5 Millionen Fass pro Tag. Irak, Russland, Afghanistan, Sudan: Der Kampf um die letzten Ölreserven ist weltweit entbrannt. Dank dem Irakkrieg sitzen die US-Truppen heute auf einem Viertel der globalen Ölreserven.

Der Ölverbrauch steigt und steigt: Der weltweite Ölverbrauch fiel 2008 um 0,6%. Das erste Mal seit Jahren. In den Jahren zuvor stieg der weltweite Erdölkonsum jeweils immer um durchschnittlich 1% pro Jahr. In China stieg der Verbrauch auch 2008 noch um 3,3%. Wir dürfen gespannt sein, wie sich der weitere Verlauf präsentieren wird. Handelt es sich bei dem Rückgang von 2008 nur um den Effekt der beginnenden Weltwirtschaftskrise, oder ist es das erste Anzeichen von Peak Oil?