Definitionen
Reserven:
Diejenigen Mengen eines Energierohstoffes, die mit großer Genauigkeit erfasst wurden und mit den derzeitigen technischen Möglichkeiten wirtschaftlich gewonnen werden können. Synonym gebräuchlich sind: bauwürdig ausbringbare Reserven, sicher (und wahrscheinlich) gewinnbare Vorräte.
Ressourcen:
Diejenige Mengen eines Energierohstoffes, die entweder nachgewiesen, aber derzeit nicht wirtschaftlich gewinnbar sind, oder aber die Mengen, die auf Basis geologischer Indikatoren noch erwartet werden und mittels Exploration nachgewiesen werden können. Bei Kohlenwasserstoffen wird dabei, ähnlich wie bei den Reserven, nur der als gewinnbar eingeschätzte Teil berücksichtigt. Bei der Kohle sind es "in situ"-Mengen, d.h. die Gesamtmenge unabhängig von ihrer Gewinnbarkeit.
Das bedeutet somit auch die preisabhängige Höhe der Reserven. Steigt der Preis eines Rohstoffes, steigen bis zu einem gewissen Grad auch die Reserven, aber logischerweise nur so lange wie es überhaupt noch förderbare Ressourcen hat.
Gesamtressourcen (verbleibendes Potenzial bei Kohlenwasserstoffen)
Die Gesamtmenge aus Reserven plus Ressourcen. Zu beachten ist, dass jeweils Reserven nicht in den Ressourcen enthalten sind.
Gesamtpotenzial (Estimated Ultimate Recovery EUR)
Es schließt die bisherige kumulierte Förderung, Reserven und Ressourcen ein und ist vorwiegend bei den Kohlenwasserstoffen gebräuchlich. Da diese Bezeichnung bei anderen Energierohstoffen nicht gebräuchlich ist, wurde auf eine Übertragung verzichtet.
