Erdgas
- Der weltweite Erdgasverbrauch ist 2008 um 2,5% gestiegen.
- Das Verflüssigen des flüchtigen Erdgases erfordert eine aufwändige Infrastruktur.
- Erdgas ist keine Alternative zum Erdöl
USA und Russland sind Spitzenreiter im Erdgas-Verbrauch: Der weltweite Erdgasverbrauch stieg 2008 um 2,5%. Am stärksten stieg der Verbrauch in den Schwellen- und Entwicklungsländern. In China alleine zum Beispiel um 15,8%. Weltweit wurden 2008 etwa 3’019 Mia. m³ Erdgas gefördert. Die beiden grössten Teilmärkte sind Nordamerika (824 Mia. m³) und Europa zusammen mit dem russisch-zentralasiatischen Raum (1’144 Mia. m³).
Erdgas ist abhängig von einem Leitungsnetz: Im Unterschied zu allen anderen fossilen und nuklearen Energieträgern ist Erdgas flüchtig. Daher hat sich kein einheitlicher Weltmarkt ausgebildet, sondern sind regionale Märkte entstanden, die durch ein entsprechendes Leitungsnetz ProduzentInnen und AbnehmerInnen miteinander verbinden. Es existieren folgende Teilmärkte: der europäische, zu dem auch Russland und Afrika gezählt werden, daneben ein nordamerikanischer, ein asiatischer und noch weitere kleinere Märkte.
Verflüssigung ist sehr aufwändig: Erdgas ist beim Transport auf eine spezielle Infrastruktur, vor allem auf ein Pipeline-Netz angewiesen. Darüber hinaus kann ein überregionaler Gasaustausch nur über verflüssigtes Erdgas (LNG – Liquid Natural Gas) erfolgen. Hierfür ist jedoch eine aufwändige Infrastruktur erforderlich (Verflüssigungsanlagen, Häfen, Schiffe, Vergasungsanlagen), die hohe Investitionssummen und lange Vorlaufzeiten erfordert. Heute bestehen zwischen den einzelnen Teilmärkten noch kaum Austauschbeziehungen. Nur etwa sieben Prozent des Erdgases ist verflüssigt.





