Fossile Energien
- Der energieintensive Lebensstil der Industrieländer und der Energiehunger des asiatisch-pazifischen Raums führt zu Engpässen in der Energieversorgung.
- Ein potenzieller Umstieg von Erdöl auf Kohle als primärer Energielieferant wäre verheerend, da sie die schlechteste CO2-Bilanz von allen fossilen Energien aufweist.
- Mittelfristig muss zu 100% auf erneuerbare Energien umgestiegen werden.
Am stärksten steigt der Energieverbrauch im asiatisch-pazifischer Raum:
Fast 90% des Welt-Energieverbrauchs wird mit den fossilen Energieträgern Kohle, Öl und Gas gedeckt. Nahezu 60% davon sind Erdöl und Erdgas. Bei fossilen Energien handelt es sich um ein Gemisch von Kohlewasserstoffen, die sich aus einer Vielzahl von Verbindungen zusammensetzt. 2008 stieg der weltweite Verbrauch an Primärenergie um 1,4% und lag damit knapp unter dem Zehnjahresdurchschnitt. Mit 5,9% wies der Mittlere Osten im Vergleich der Weltregionen den stärksten Anstieg auf. Der Energieverbrauch in China stieg um 7,2%.
Umstieg auf Kohle wäre eine klimatische Katastrophe:
Unser energieintensiver Lebensstil, wie auch der wachsende Energiehunger von China und Indien haben so binnen kurzer Zeit zu einer massiv steigenden Nachfrage geführt. Generell fragt sich, ob das Energie- und Rohstoffangebot mit der rasch wachsenden globalen Nachfrage in nächster Zukunft mithalten kann. Infolgedessen sind grössere strukturelle Krisen auf den internationalen Energie- und Rohstoffmärkten zu erwarten. Kohle ist neben erneuerbaren Energien die Ressource mit den grössten "Zukunftsperspektiven". Ressourcen- und klimapolitisch stellt dies eine katastrophale Entwicklung dar. Dies weil auch die Kohle um die Jahrhundertmitte an ihr Fördermaximum gelangen wird und weil Kohle die schlechteste CO2-Bilanz von allen fossilen Energien aufweist.
Kein Weg führt am Umstieg auf Erneuerbare Energien vorbei:
Neben der drohenden Knappheit fossiler Energieträger gibt es einen weiteren triftigen Grund, mittelfristig aus der Nutzung fossiler Energieträger auszusteigen: Die globale Klimaerwärmung, verursacht durch die steigenden CO2-Emissionen.
Aus drei Gründen ist die Nutzung fossiler Energien höchst problematisch:
- Die Erwärmung des Erdklimas
- Das erreichte Fördermaximum des konventionellen Erdöls
- Das nahende Fördermaximum bei Erdgas und Kohle
- Die Konzentration eines wesentlichen Teils dieser beiden Ressourcen im geopolitisch instabilen Mittleren Osten





