Bis 2012 soll die Produktion von Windkraft in der Schweiz versiebenfacht werden
- 2011 werden in der Schweiz 30 grosse Windenergieanlagen an mehr als 70 Mio. kWh Strom produzieren.
- Innert zehn Jahren hat sich die Windstromproduktion mehr als verzwanzigfacht.
- In der Schweiz könnte rund 7% des Stromverbrauchs gedeckt oder über eine Million der Haushalte mit Windstrom versorgt werden.
Die frische Brise nutzen. In der Schweiz weht stets ein Wind – vor allem in den Bergen. Diese frische Brise verwandeln Windräder der neusten Generation effizient in Strom. Die Möglichkeiten der ganzjährig verfügbaren Windenergie werden in der Schweiz bislang leider noch kaum genutzt. Die hohen Wachstumsraten erfolgen (noch) auf tiefem Niveau.
Aufwind dank Einspeisevergütung. Die kostendeckende Einspeisevergütung sorgte auch für Aufwind bei der Nutzung von Windenergie. Mit der Montage der Anlagen auf dem Mont-Crosin (BE), auf dem Gütsch (UR) und in Le Peuchapatte (JU) drehen die Schweizer Windräder seit Ende 2010 mit einer Gesamtleistung von 42,27 Megawatt. Sie produzieren durchschnittlich 74 Mio. kWh sauberen Naturstrom pro Jahr – das entspricht dem Jahresbedarf von rund 21’000 Haushalten. Im Jahr 2009 lag die Produktion bei weniger als der Hälfte.
Möglich ist viel mehr – wenn der politische Wille da ist. Auf der KEV-Warteliste stehen 448 Windkraftanlagen mit einer Leistung von über 1000 Megawatt. Diese Anlagen könnten rund 2 Milliarden kWh Strom produzieren. Das ist mehr als das, was der Fachverband Suisse Eole zurückhaltend als mittelfristiges Potenzial ausweist (1,5 Mia. kWh). Langfristig liegt dieses Potenzial bei 4 Milliarden kWh oder knapp 7% des heutigen Stromverbrauchs. Damit könnten 1 Million typische Vierpersonenhaushalte mit Strom versorgt werden.
Das haben die Österreicher schon zur Hälft erreicht. Ende 2010 waren 625 Anlagen installiert (Schweiz: 30). Sie haben eine Leistung von 1011 Megawatt und produzierten rund 2,1 Milliarden kWh Strom – ca. 4% der gesamten Stromerzeugung.





