Speicherkraftwerke produzieren 17 Mia kWh Strom jährlich

  • Speicherkraftwerke produzieren rund 17 Mia kWh Strom jährlich, das entspricht knapp der Hälfte des Schweizer Wasserstroms
  • Bei Speicherkraftwerken steht der Ausgleich zwischen Wassernutzung und Wasser- und Landschaftsschutz im Vordergrund
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Speicherkraftwerke können die Stromspitzen decken. Die Schweizer Alpen sind ein ideales Gebiet, um reichlich vorhandenes Wasser in Bergseen zu speichern und in elektrische Energie umzuwandeln. Speicherkraftwerke nutzen das hohe Gefälle und die Speicherkapazität von Talsperren und Bergseen zur Stromerzeugung. Beim Bergspeicherkraftwerk wird ein in der Höhe liegender See über Druckrohrleitungen mit der im Tal liegenden Kraftwerksanlage verbunden. Je nach Bedarf kann so Strom zur Deckung der elektrischen Grundlast (Regelenergie) oder für den Spitzenlastbetrieb (Spitzenenergie) produziert werden. Die rund 90 grossen Schweizer Speicherkraftwerke produzieren insgesamt rund 17 Mia kWh Strom. Das ist knapp die Hälfte der schweizerischen Wasserkraft.

Anlagen sind klimafreundlich, greifen allerdings stark in die Natur ein. Die Anlage von Stauseen zum Zweck der Stromerzeugung ist zwar klimafreundlich, aber wegen vielfältiger Folgen für Mensch und Umwelt umstritten. So werden künstlich Gebiete überschwemmt, was einem Eingriff in den natürlichen Wasserhaushalt entspricht und natürliche Lebensräume von Tieren, Pflanzen und Menschen zerstört. Durch Staumauern wird zudem das Landschaftsbild beeinträchtigt. Es muss daher ständig ein Ausgleich zwischen Wassernutzung und Wasser- und Landschaftsschutz gesucht werden. In der Schweiz ist dieser Ausgleich durch zahlreiche Wassernutzungsvorschriften bereits zu einem grossen Teil auf gesetzlicher Ebene geregelt.