Sichere Stromversorgung ohne neue Atom- und Gaskraftwerke
- Die Schweizer Stromversorgung kann ohne neue Atom- und Gaskraftwerke gesichert werden.
- Das BFE-Szenario IV zeigt: Mit einer konsequenten Effizienzpolitik und dem Ausbau der erneuerbaren Energien hat die Schweiz mehr als genug Strom.
- Im Jahr 2035 wird die Schweiz 13 TWh Stromüberschuss produzieren, rechnet das BFE.
Die Schweiz steht vor einer zentralen energiepolitischen Weichenstellung. Die drei Atomkraftwerke Beznau 1, Beznau 2 und Mühleberg müssen spätestens in den Jahren 2019 – 2022 altersbedingt stillgelegt werden. Das bietet der Schweiz die grosse Chance, jetzt die Energiezukunft neu zu gestalten – energieeffizient, erneuerbar, umweltverträglich und wertschöpfend.
Die Schweizer Stromversorgung kann ohne neue Atom- und Gaskraftwerke sichergestellt werden, zeigt das BFE-Szenario IV «Erneuerbar». Die Atomkraftwerke Beznau 1, Beznau 2 und Mühleberg sowie die auslaufenden Bezugsverträge für französischen Atomstrom können dank verschärften Effizienzmassnahmen und Ausbau der Erneuerbaren mehr als ersetzt werden.
Mehr noch: Dank sinkendem Verbrauch von Elektrizität und verstärkter Stromproduktion aus erneuerbaren Energien resultiert sogar ein Stromüberschuss. Möglich macht das ein klug gewählter Strom-Mix aus fünf umweltfreundlichen Energieträgern, kombiniert mit der breiten Anwendung effizienter Geräte und Maschinen.
Die Annahmen des Bundesamtes für Energie sind sogar vorsichtig. Die Umweltorganisationen haben noch weit grössere Potenziale für Energieeffizienz und Strom aus erneuerbaren Energien ausgemacht. Mit den ökologisch notwendigen Rahmenbedingungen können diese Potenziale umweltverträglich genutzt werden. In allen Regionen der Schweiz wird dadurch willkommene Arbeit für das einheimische Gewerbe geschaffen und die lokale Wertschöpfung erhöht.
Effizient und Erneuerbar!
Wenn konsequent die beste, schon heute verfügbare Technik eingesetzt wird, kann ein Drittel des Stromverbrauchs eingespart werden. Das entspricht über alle Verbrauchsbereiche rund 18 Milliarden Kilowattstunden (6 x AKW Mühleberg) und vermeidbaren Stromkosten von rund 3 Milliarden Franken pro Jahr.Effizienzmassnahmen allein können die drei AKW mehr als ersetzen. Das BFE-Szenario IV schöpft nur einen Teil dieses Potenzials aus.
Das BFE-Szenario IV «Erneuerbar» erhöht den Anteil der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien von heute 59% auf 71%. Es ist aber viel mehr möglich. Gemäss BFE liegen die ökologisch verträglichen Potenziale zum Teil weit über der erwarteten Stromproduktion im Szenario.





