Klimawandel

  • Es wird wärmer -  und zwar schnell
  • Unser Konsum an fossilen Energien ist schuld daran
  • Handeln ist billiger als warten


Es wird wärmer:
Die weltweit führenden Klimawissenschaftler haben sich im Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) zusammengeschlossen. Ihre Datenanalysen lassen keinen Zweifel offen: Es wird wärmer auf der Erde. Und zwar beunruhigend schnell. In der Schweiz nahmen die Temperaturen nach einer Untersuchung der ETH Zürich im 20. Jahrhundert sogar zwischen 1,3 und 1,6 Grad Celsius zu. Zum Vergleich: In der letzten Eiszeit war es bei uns nur gerade 3 Grad kälter als heute. Die Folgen des Temperaturanstiegs sind heute schon sicht- und spürbar. Verheerende Dürrephasen und Überschwemmungen, schwere Stürme, das Abschmelzen der Gletscher und ein dadurch ansteigender Meeresspiegel, verstärkte Verbreitung von Krankheiten wie Malaria, Verlust von Tier- und Pflanzenarten sowie die Destabilisierung der Alpen durch das Auftauen des Permafrosts sind nur einige Beispiele dieser Entwicklung.
 
Unser Konsum an fossilen Energien ist schuld daran: Die Klimawissenschaftler sind sich einig. Die Menschen, insbesondere in den Industrieländern, sind für den weltweiten Temperaturanstieg verantwortlich. Grund: Unser Energieverbrauch. Seit hundert Jahren wird mit fossilen Energien geheizt, gefahren, geflogen und Strom produziert. Tendenz steigend.

Handeln ist billiger als warten: Der Weltbank-Ökonome Nicolas Stern hat in seinem Bericht gezeigt, dass uns die Vermeidung des Klimakollapses billiger kommt (1% des Bruttoinlandproduktes) als das Bewältigen der durch den Klimawandel entstehenden Folgekosten (5-10% des Bruttoinlandprodukts BIP). Sofortiges Handeln  ist also auch  aus ökonomischer Sicht unbedingt notwendig: Um die Treibhausgasemissionen massiv zu reduzieren, müssen wir die heute bereits verfügbaren, effizientesten Technologien einsetzen und fossile Energien durch Erneuerbare ersetzen (Wind, Wasser, Biomasse, Sonne und Geothermie). Daran führt kein Weg vorbei.

Die internationale Politik tut sich schwer: Der Klimawandel betrifft die Weltregionen unterschiedlich. Die Weltgemeinschaft hat sich mit der UNO-Klimakonvention und dem Kyoto-Vertrag gegenseitige Versprechen im Klimaschutz gegeben. Weitere Bemühungen sind im Gange. Ab 2012 soll ein neues Klimaabkommen das Kyotovertragswerk ersetzen.

Auch die Schweiz tut sich schwer: Mit der Revision des CO2-Gesetzes (und dem Verzicht auf eine CO2-Abgabe auf Treibstoffe) hat das Parlament alles andere als eine griffige Grundlage für eine zielführende nationale Klimapolitik geschaffen. Das wird nun die Volksabstimmung über die Klima-Initiative der Umweltverbände richten müssen.

» SES Position: Klimaschutz