Geräte und Beleuchtung fressen zu viel Strom

  • Jährliches Sparpotenzial von 3,3 Mia. kWh (500 Mio. Franken) bei Beleuchtungen.
  • Durch den Einsatz von Bestgeräten können jährlich rund 3,5 Mia. kWh oder 700 Mio. Franken eingespart werden.
  • Die Mindestanforderungen an elektrische Geräte müssen sich an Best-Technologie orientieren.


Mehr als 500 Mio. Franken sparen durch effiziente Beleuchtung: Für die künstliche Beleuchtung in Wohnhäusern, Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbauten sowie auf Strassen und Plätzen verbrauchen wir pro Jahr rund 8,3 Mia. kWh. Mit dem konsequenten Einsatz von Stromsparlampen und effizienteren Beleuchtungssystemen können mindestens 3,3 Mia. kWh oder Stromkosten von 500 Mio. Franken pro Jahr eingespart werden. Das ist mehr als das AKW Mühleberg produziert.

Ähnlich sieht die Rechnung für elektrische Geräte aus: Im Haushalt, in Büros und Gewerbe können vom heutigen, jährlichen Verbrauch von knapp 13 Mia. kWh rund 3,5 Mia. kWh oder Stromkosten von 700 Mio. Franken vermieden werden. Das ist noch einmal mehr als ein AKW Mühleberg. Möglich machen diese Einsparungen zum Beispiel Wärmepumpentumbler der besten Energieeffizienzklasse A (ab 2012 Mindestanforderung), Geschirrspüler, Waschmaschinen sowie Kühl- und Gefriergeräte der besten Energieeffizienzklasse A+++. Bürogeräte und Geräte der Unterhaltungselektronik mit Standby-Werten unter einem Watt tragen ebenfalls zu massiven Einsparungen beim Stromverbrauch bei. Noch besser: Geräte, die sich per Schalter ganz vom Stromnetz trennen lassen.

Nur noch Bestgeräte einsetzen: Vom Bund ist nun im Rahmen der Energiestrategie 2050 eine klare und konsequente Bestgeräte-Strategie gefordert. Die bisher beschlossenen Verbrauchsvorschriften sind viel zu zaghaft und schöpfen nur einen Bruchteil des möglichen Einsparpotenzials aus.

» SES Position: Energieeffizienz im Strombereich