Keine funktionierende neue AKW-Technologie in Sicht
- Neue AKW-Technologien sind Träume der Atomindustrie
- Keines der Konzepte, die heute diskutiert werden, kann die Probleme der Atomtechnologie lösen.
Restrisiko und Atommüll bleibt
Die Atomindustrie träumt von Reaktoren der Generation IV. Diese sollen sicherer und effizienter sein, und erst noch weniger radioaktiven Müll produzieren. Kernspaltung erzeugt aber immer radioaktives Material. Das ist eine physikalische Gesetzmässigkeit. Eine gefährliche Freisetzung kann also nicht ausgeschlossen werden. Und selbst EntwicklerInnen der Generation IV gehen davon aus, dass die zukünftigen Reaktoren weiterhin langlebige radioaktive Abfälle erzeugen werden.
Neu AKW-Technologien sind bis heute leere Versprechen der Atomindustrie
Die sogenannten Schnellen Brüter, die heute meistens unter der Generation IV subsumiert werden, sind wegen wirtschaftlichen und sicherheitstechnischen Gründen vom Kraftwerkpark wieder verschwunden: Kein Reaktortyp ist so gefährlich, komplex und teuer wie ein Brüter. Verschiedene Small and Modular Reaktor (SMR)-Konzepte sind seit den 50-Jahren bekannt. Sie wurden aber bisher nur auf Computer simuliert. Thoriumreaktoren gibt es nicht einmal auf dem Papier: es handelt sich um einen alternativen Brennstoff, kein Reaktorkonzept. Die Forschung ist an den technologischen Hürden hängen geblieben.
Die Brüterpleite Superphénix
Einer der wenigen Prototypen der Generation IV, der wirklich gebaut wurde, ist der Superphénix in Frankreich. 1975 begann der Bau in Creys-Malville. Damals prophezeite das französische Atomenergiekommissariat, dass bis zur Jahrtausendwende weltweit 540 Schnelle Brüter in Betrieb sein würden. Nach zehnjähriger Bauzeit geht der Superphénix erstmals in Betrieb. Doch es gab vor allem Probleme: In seinen 13 Betriebsjahren hat er nur gerade während insgesamt eines halben Jahres normal Strom produziert. Das Abenteuer kostete 15 Milliarden Schweizer Franken.
» Greenpeace-Factsheet «Kernkraftwerke der neuen Generation»





