Technologie

  • Ein AKW ist ein thermisches Kraftwerk
  • Statt sicherer werden die AKW grösser
  • Nur ca. 0,2 Prozent der im Uran enthaltenen Energie kann in Strom umgewandelt werden.

Nasslager für radioaktive AbfälleEin AKW ist ein thermisches Kraftwerk mit DampfturbinenEin AKW hat ein Wirkungsgrad von ca. 30%. Der Rest der Energie geht verlorenFlamanville ist der 2. EPR der in Bau istOlkiluoto 3 ist der erste Reaktortyp EPR, der gebaut wird

Ein AKW ist ein atomarer Tauchsieder. Die Nutzung der Atomenergie beruht auf dem Prinzip der «kontrollierten» Kernspaltung von angereichertem Uran. Durch die Spaltung von Atomkerne entsteht Hitze. Damit wird Wasser gekocht und verdampft. Der Dampf treibt Turbinen an, welche den Strom erzeugen: Ein AKW ist ein thermisches Kraftwerk.

Atomenergie ist eine ineffiziente Stromproduktion. Atomkraftwerke nutzen nur einen verschwinden kleinen Teil der Energie des Urans –weniger als 1 Prozent. Die heutigen Reaktoren nutzen im Wesentlichen nur das Spaltprodukt Uran-235, welches ca. 0,7% des Natururans ausmacht. Ca 90% verbleiben als abgereichertes Uran übrig. Aus diesen 0,7% Energie des Natururans gehen im Atomkraftwerk selber nochmals ca. 70% durch Abwärme verloren. Schlussendlich wird Grob geschätzt 0,2 Prozent der im Uran enthaltenen Energie in Strom umgewandelt. Der Rest bleibt in Form von Atommüll übrig oder geht als Abwärme verloren (über den Kühlturm oder Flüsse, die deshalb aufgeheizt werden).
Die ineffiziente Nutzung des Urans führt zu einer schnelleren Verknappung der Ressourcen und zu grossen Mengen an radioaktiven Abfällen.

Statt sicherer werden die Atomkraftwerke grösser. Nur ein Reaktortyp ist zur Zeit in Europa in Bau: der EPR («European Pressurized Water Reactor»). Die Entwicklung des Modells war eine Zusammenarbeit zwischen den Atomkonzernen AREVA und Siemens. Olkiluoto 3, der erste dieser Bauart, wird zur Zeit mit massiver Budget-Überschreitungen und Zeitverzögerung in Finnland gebaut. Der Reaktortyp hat eine Leistung von 1600 MW, sprich 4 Mal Mühleberg und ist mit Sicherheitssysteme ausgerüstet - die Technologie ist jedoch die gleiche wie vor 40 Jahren. Ein zweiter EPR wird derzeit in Flamanville in Frankreich gebaut.