Keine sicheren Reaktoren in Sicht
- Es gibt keine sicheren Reaktoren.
- Erdbeben und Terrorangriffe sind ernsthafte Gefahren.
- Schweizer AKW sind nicht sicherer.
Es gibt weltweit keine sicheren Atom-Reaktoren. Die heute gebaute Technologie ist die gleiche wie vor 40 Jahren. Unsere alten Atomkraftwerke wurden zwar nachgerüstet, aber vollständige Sicherheit gibt es nicht. Die hochkomplexen Sicherheitssysteme und der Faktor Mensch sind fehleranfällig. Vor allem die Kombination von unvorhersehbaren technischen Störungen und menschliche Versagen ist fatal. Was für Folgen ein GAU haben kann, zeigt der Unfall in Tschernobyl, der sich am 26. April 1986 in der Ukraine ereignete. Ca. 800'000 junge Männer wurden damals für Aufräumarbeiten geopfert. Heute sind über 90% krank oder bereits gestorben. Ganze Landstriche werden dauerhaft verseucht bleiben. Das Leiden an den Spätfolgen (Erbschäden, Krebs) beginnt erst heute. Sichere Reaktoren, Kernfusion, schnelle Brüter oder Reaktoren der Generation IV sind uneingelöste Versprechen der Atomindustrie.
Erdbeben und Terrorangriffe sind eine echte Gefahr: Erdbeben oder Terroranschlägen können zu schweren Unfällen mit radioaktiver Verseuchung führen. Die Schweizer AKW wurden ohne Berücksichtigung solcher Vorkommnisse gebaut: Gegen einen Flugzeugabsturz sind die die Schweizer Reaktoren nicht gerüstet.
Schweizer AKW sind nicht sicherer. Auch die fünf Schweizer AKW haben ein grosses Verseuchungspotenzial und bergen ein unvermeidbares Restrisiko. Dementsprechend kommt es immer wieder zu Zwischenfällen. Obwohl diese meistens ohne gravierende Folgen behoben werden können, lassen sie die Fehleranfälligkeit jedes Mal spüren. Die Kombination von menschlichen Fehlern und technischem Versagen ist meistens der Grund für Unfälle in Atomkraftwerken. Die Folgen eines grossen Reaktorunfalls wären für die Schweizer Bevölkerung untragbar. Eine Studie berechnete eine Schadensumme von 4'300 Milliarden Franken in Falle eines Unfalls in der Schweiz, ähnlich der Grössenordnung Tschernobyl. Davon müsste die Versicherung der AKW-Betreiber lediglich 2,25 Milliarden bezahlen. Den Rest hätten Staat und Volk zu tragen.





