Untragbare Risiken: Krebs, Verseuchungspotentiale und Verbreitung von Atomwaffen
- Der Austritt von Radioaktivität ist auch im "Normalbetrieb" eines AKW unvermeidlich und erhöht das Krebsrisiko der lokalen Bevölkerung.
- Ein Atomunfall zerstört die Lebensgrundlagen auf Generationen hinaus.
- Atomstrom fördert die Verbreitung von Atomwaffen.
Radioaktive Strahlung ist auch im "Normalbetrieb" unvermeidlich. Der Rohstoff Uran, wie auch all seine Zwischen- und Abfallprodukte sind radioaktiv. Jeder Teilschritt im Uranzyklus erzeugt radioaktive Strahlung. Auch im Normalbetrieb eines Atomkraftwerks werden über Kamin, Maschinenhaus und Abwasser radioaktive Stoffe an die Umwelt abgegeben. Bei der Verarbeitung und beim Transport von Uran droht stets die Gefahr, dass bei einem Unfall grosse Mengen an Radioaktivität austreten können. Es ist heute statistisch belegt, dass AKW-Mitarbeiter erhöhten Krebsrisiken ausgesetzt sind und Kinder in der Umgebung von AKW häufiger an Leukämie erkranken. Der verbleibende Atommüll ist ebenfalls radioaktiv und zwar für ca. 1'000'000 Jahren – solange besteht auch die Gefahr, Boden und Grundwasser radioaktiv zu verseuchen.
Zwischenfälle in AKW bergen untragbare Verseuchungspotenziale. Durch einen Fehler kann die Kernspaltung ausser Kontrolle geraten. Im schlimmsten Fall kommt es zu einer Kernschmelze (GAU). Die ganze Radioaktivität eines Reaktors kann austreten und die umliegende Region für Jahrtausende verseuchen und unbewohnbar machen. Welch gravierende Folgen ein Super-GAU haben kann, ist seit der Tschernobyl-Katastrophe am 26. April 1986 in der Ukraine bekannt.
Mit AKW verbreiten sich auch Atomwaffen: Egal ob für Atomwaffen oder Atomstrom, die Prozesse von Uranaufbereitung sowie Uranwirtschaft und -handel sind die selben. Wer "zivile" Reaktoren betreibt und Atomenergie propagiert, beteiligt sich auch an der Weiterverbreitung (Proliferation) von Atomwaffen. AKW sind einfache Zielscheiben für Terroranschläge. Ein Flugzeugabsturz auf ein AKW – geplant oder ungeplant – hat tragische Folgen für Mensch und Umwelt, denn wie deutsche Studien zeigen: Ein Atomkraftwerk hält einem Flugzeugabsturz nicht stand.





