Kosten: Atomstrom müsste massiv teurer sein

  • Stillegungs-, Rückbau- und Entsorgungskosten werden massiv unterschätzt.
  • AKW sind staatlich subventioniert, weil sie keine adäquate Versicherung haben müssen und externe Kosten vom Staat übernommen werden.
  • Ein neues AKW ist ein Investitionsrisiko, von dem selbst die Grossbank UBS abrät.

Die extrenen Kosten sind im Atomstrompreis nicht inbegriffenBeznau I ist das älteste AKW der SchweizDer Atomstrompreis deckt die Entsorgung radioaktiver Abfälle nicht Der Atomstrompreis entschädigt die Verseuchung rund um die Uranminen nichtDie Baukosten von Leibstadt endeten in einem Fiasko

Im Atomstrompreis sind kostspielige Überraschungen nicht berücksichtigt. Risikokosten werden nicht abgewälzt. Nach einem Unfall zahlen nicht die AKW-Betreiber für die Milliarden-Schäden, sondern die SteuerzahlerInnen. Die Kosten für Stilllegung, Rückbau und Entsorgung des Atommülls werden unterschätzt und sind im Atomstrompreis ungenügend abgebildet. Die eigentlichen backend-Kosten der heute betriebenen Schweizer AKW werden erst bei der Ausserbetriebnahme an das Tageslicht kommen.

Atomkraftwerke sind massiv unterversichert. Angesichts des hohen Verseuchungspotenzials, sind Atomkraftwerke massiv unterversichert. Eine Studie bezifferte die potenzielle Schadenssumme für einen Unfall in der Schweiz auf 4'300 Milliarden Franken. Keine Versicherung der Welt will das Risiko eines Atomunfalls versichern. Die Haftpflichtdeckung der Schweizer AKW beträgt läpische 2,25 Milliarden Franken.

Kapitalintensive Investitionen – ein Risikogeschäft. Ein neues AKW zu bauen ist wirtschaftlich gesehen eine riskante Investition: Das benötigte Kapital ist sehr hoch (ca. 10 Milliarden Franken), die Planungs- und Baudauer sind sehr lange (in der Schweiz mindestens 18 Jahre). Dazu kommen die politischen Unsicherheiten: Es kann jederzeit zu einem gravierenden Unfall kommen, welcher zu einem politisch motivierten Atomausstieg führen kann, bevor die Grossinvestition amortisiert ist. Die Grossbank UBS und die Wirtschaftsprüfer von Standard&Poor’s bezeichnen das Risiko für private Investoren als zu hoch.