Beleuchtung und Elektrogeräte fressen zu viel Strom

  • Mit konsequentem Einsatz von LED-Lampen und effizienten Beleuchtungssystem können pro Jahr 4,2 Mia. kWh eingespart werden.
  • Das grösste Potenzial liegt bei Elektromotoren in Industrie und Gewerbe, hier werden fast 6 Mrd. kWh verschwendet.
  • Elektrogeräte sollten nur in der bestmöglichen Effizienklasse verkauft werden dürfen.

Mit effizienter Beleuchtung ein AKW einsparen: Für die künstliche Beleuchtung in Wohnhäusern, Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbauten sowie auf Strassen und Plätzen verbrauchen wir pro Jahr rund 8,3 Mia. kWh. Mit dem konsequenten Einsatz von LED-Lampen und effizienteren Beleuchtungssystemen können mindestens 4,2 Mia. kWh pro Jahr eingespart werden. Das ist sogar mehr als die Produktion des AKW Mühleberg. 

Im Haushalt helfen Geräte der besten Energieeffizienzklasse, zum Beispiel Wärmepumpentumbler, Geschirrspüler, Waschmaschinen sowie Kühl- und Gefriergeräte beim Stromsparen. Bürogeräte und Geräte der Unterhaltungselektronik mit Standby-Werten unter einem Watt tragen ebenfalls zu massiven Einsparungen beim Stromverbrauch bei. Noch besser: die Geräte per Schalter ganz vom Stromnetz trennen. 

Noch höheres Potential für industrielle und gewerbliche Anwendungen: In industrielle und gewerbliche Anwendungen können vom heutigen, jährlichen Verbrauch von 23,5 Mrd. kWh rund 7,8 eingespart werden. Drei Viertel davon, also rund 6 Mrd. kWh, bei Elektromotoren. Damit können zwei weitere AKW der Grösse von Mühleberg oder Beznau eingespart werden.

Nur noch Bestgeräte einsetzen: Vom Bund ist nun eine klare und konsequente «Bestgeräte-Strategie» gefordert. Die bestehenden Verbrauchsvorschriften sind viel zu zaghaft und schöpfen nur einen Bruchteil des möglichen Einsparpotenzials aus.

Position der SES

Position zu Energieeffizienz