Fukushima-News Dezember 2014

von Kaori Takigawa

  • Die grosse Mehrheit der japanischen Bevölkerung ist gegen das Wiederhochfahren von Atomkraftwerken
  • Stromkonzerne unterstützen Regierungspartei mit Spenden
  • Anlagen zur Gewinnung von erneuerbarer Energie: bereits über 70 GW bewilligt
  • Wie weiter mit den Altreaktoren?
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Fukushima-News September 2014

von Kaori Takigawa

  • Japan ein Jahr ohne Atomstrom - Strom von 13 AKW eingespart
  • Wiederinbetriebnahmen erst ab 2015?
  • Schilddrüsenkrebs bei Kindern und Jugendlichen
  • Probleme zuhauf in Fukushima-Daiichi
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Fukushima-News August 2014

Evakuationsplanung - Empfängergemeinden sind nicht bereit

von Kaori Takigawa-Wassmann

Dreieinhalb Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima-Daiichi leben noch immer über 120‘000 Menschen fern ihrer Heimat, innerhalb und ausserhalb der Präfektur Fukushima.
Nach dem Reaktorunfall von Fukushima-Daiichi hat die japanische Regierung alle Gemeinden, welche im Umkreis von 30 Kilometer eines AKW liegen, dazu verpflichtet, Evakuationspläne für den Fall einer nuklearen Katastrophe zu erstellen. Darin sollten beispielweise die Evakuationswege und Aufnahmegebiete ebenso wie die Transportmittel definiert werden. Etwa 60 % der betroffenen Gemeinden sind dieser Verpflichtung bisher nachgekommen.

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Fukushima-News Juli 2014

Japans KMU-Verband will die Energiewende

von Kaori Takigawa

Der erste Sommer in Japan ohne ein einziges AKW am Netz hat begonnen – und funktioniert problemlos. Der japanische Wirtschaftsverband der grossen Firmen Keidanren übt allerdings massiven Druck auf die Regierung aus und verlangt ein baldiges Wiederauffahren der AKW sowie eine Drosselung der Einspeisevergütung für erneuerbare Energien. Ende Juni forderten Aktionäre, unter ihnen die Stadt Osaka, an den Aktionärsversammlungen der neun japanischen Stromkonzerne und AKW-Betreiber den Atomausstieg. Die mächtigen Grossaktionäre jedoch votierten dagegen – mit Erfolg.

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Fukushima-News Juni 2014

Der Bau der gefrorenen Erdmauer hat begonnen – Wirkung und Sicherheit nicht garantiert

von Kaori Takigawa

Eines der grössten Probleme der Unfallreaktoren von Fukushima Daiichi ist das verschmutzte Wasser. Täglich fliessen 400 Tonnen Grundwasser ins geschädigte Reaktorgebäude ein und vermischen sich mit radioaktiv verschmutztem Wasser. So vermehrt sich die Menge des Schmutzwassers in den Tanks auf der Gelände ohne Ende. Auf dem Gelände von Fukushima-Daiichi sind zur Zeit über 350‘000 Tonnen hoch radioaktiv verschmutztes Wasser gelagert.

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Fukushima-News Mai 2014

Japanische AKW-Betreiber denken laut über die Abschaltung ihrer Altreaktoren nach

von Kaori Takigawa

Als Reaktion auf die Reaktorkatastrophe von Fukushima-Daiichi ist im Juli 2013 ein neuer und strengerer Sicherheitsstandard in Japan eingeführt worden. Damit sind die Bedingungen für die Wiederinbetriebnahme der bestehenden –  aber momentan abgeschalteten – Reaktoren verschärft. Bis jetzt haben die Betreiber Gesuche für die Wiederinbetriebsnahme von 18 Reaktoren an das japanische Sicherheitsamt (NSR) eingegeben. Da der Prüfungsvorgang sehr komplex und zeitaufwendig ist, hatte das Amt entschieden, zuerst die Reaktoren Sendai1 und 2 in Kagoshiima in Süd-Japan (nicht zu verwechseln mit der Stadt Sendai in Nordjapan) als vorbildlich geltende Anlagen zu behandeln.

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Fukushima-News April 2014

Die japanische Regierung fördert die Atomenergie – gegen den Willen des Volkes

von Kaori Takigawa

Fukushima-News April 2014

  • Atomfilz und das neue Sicherheitsamt
  • «Freiwillige» Rückkehr in die Unfallzone
  • Tepco : Dekontamination zu teuer für eine Firma
  • Weg frei für den Export japanischer AKW in die Türkei
  • Lichtblicke: Bewegung im japanischen Strommarkt
  • Der neue Energiemasterplan

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Fukushima-News März 2014

Evakuierungskonzepte: Papier und Wirklichkeit

von Kaori Takigawa




Eine Umfrage der Tageszeitung Asahi Shinbun von Mitte März dieses Jahres zeigt: 59 % der Bevölkerung Japans sind gegen die Wiederinbetriebnahme der AKW und nur 28 % dafür. Doch bereits liegen Gesuche für die Wiederinbetriebnahme von 17 AKWs vor. Und da die Regierung eine befürwortende Haltung hat, könnte wohl da erste AKW bereits im kommenden Sommer wieder ans Netz gehen.

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Fukushima-News Februar 2014

Falsche Messwerte von Tepco - Strahlung rund zehnmal höher als bisher bekanntgegeben

Drei Jahre nach dem Reaktorunfall ist noch keine Lösung in Sicht. Wegen Rissen in der Reaktorhülle fliessen riesige Mengen stark kontaminierten Kühlwassers ununterbrochen ins Grundwasser. Allein im Reaktor 1 sind es etwa 80 Tonnen täglich.
Kürzlich bekanntgegebene Rekordwerte haben die japanische Bevölkerung erschüttert. Tepco hat mitgeteilt, dass die bisherigen Messwerte einiger radioaktiven Stoffe viel zu tief gewesen seien. Die Messmethode sei falsch gewesen.

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Gouverneurskandidat von Tokyo verlangt den sofortigen Atomausstieg

Fukushima News 1.2014 - An Heiligabend ist der Gouverneur der Präfektur Tokyo, Naoki Inose, wegen eines Spendenskandals zurückgetreten. Für den Atomausstieg Japans hat sich so unerwartet ein neues Fenster geöffnet. Denn Mitte Januar hat sich der parteilose Ex-Premierminister Morihiro Hosokawa entschieden, für die Neuwahl des Gouverneurs der Präfektur Tokyo (über 13 Millionen Einwohner) zu kandidieren. Die Wahlen finden – wie bei uns in der Schweiz – am 9. Februar statt. Wichtigstes Wahlthema von Hosokawa ist der sofortige Ausstieg Japans aus der Atomenergie und der Verzicht auf das Wiederhochfahren der bestehenden AKW. Kraftvolle Unterstützung erhält Hosokawa durch Ex-Premier Junichiro Koizumi. Dieser verlangt ebenfalls den sofortigen Atomausstieg, vor allem wegen der noch ungelösten Entsorgungsfrage radioaktiver Abfälle.

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