Die anderen Energienachrichten der SES Nr. 89 - September 2014

  • St. Doris soll das Klima retten: Petition der Klima-Allianz
  • Neue Stromspeicher - Unnötig, ineffizient, unrentabel? SES-Veranstaltung in Zürich
  • Fossile Schweiz - Der Preis der Abhängigkeit: Die SES-Fachtagung im Internet
  • Fukushima: Schilddrüsenkrebs bei Kindern und Jugendlichen
  • 100% erneuerbar ist möglich!
  • Windstrom für 13'000 Stadtzürcher Haushalte
  • Deutscher Energiekonzern klagt wegen AKW-Stilllegung
  • Energiedebatte statt reine Stromdebatte: Aspo-Jahrestagung

  St. Doris soll das Klima retten: Petition der Klima-Allianz

Der Klimawandel fordert bereits unzählige Opfer und verursacht Umweltschäden weltweit. Die Ärmsten trifft es dabei am stärksten, obwohl sie am wenigsten dazu beigetragen haben. Für die Schweiz als eines der reichsten Länder der Welt ist die Zeit da, endlich ein Zeichen zu setzen.
In New York treffen sich heute Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus über 120 Ländern zum ersten UNO-Klimagipfel – mit dabei ist auch Doris Leuthard und hält eine » Rede. An sie wendet sich die Petition der Klima-Allianz (über 50 Organisationen aus den Bereichen Umweltschutz, Entwicklungszusammenarbeit, Politik, Religion und Gewerkschaftsarbeit): Nur eine Schweiz, die bis 2050 auf 100% erneuerbare Energien umstellt und sich auch im Ausland stark engagiert, leistet einen angemessenen Beitrag zur dringend nötigen Klimagerechtigkeit. Und dafür soll sich Doris Leuthard einsetzen.

Schicken Sie » hier noch heute Doris Leuthard ein Mail!

 
 
 

Neue Stromspeicher - Unnötig, ineffizient, unrentabel? SES-Veranstaltung in Zürich

Die Stromversorgung ist im Umbruch – bald wird neue erneuerbare Energie statt Atomstrom durch die Netze fliessen. Braucht die Schweiz deswegen neue Stromspeicher? Die SES geht diesem Thema an der Veranstaltung am 21. Oktober 2014 in Zürich (Pädagoische Hochschule hinter dem Bahnhof, 19:15 bis 21:00 Uhr) nach. Mit dabei als Referent ist der deutsche Speicherexperte Dirk Uwe Sauer.

» Flyer mit ausführlichen Informationen

 
 
  Fossile Schweiz - Der Preis der Abhängigkeit: Die SES-Fachtagung im Internet

Sie konnten an der Fachtagung nicht dabei sein? Oder möchten wichtige Aspekte nochmals Revue passieren lassen? Dann besuchen Sie unsere » Website. Wir werden fortlaufend die Präsentationen aufschalten, in der Woche nach der Tagung können Sie Filmbeiträge zu den drei Podiumsdiskussionen auf unserem » Youtube-Kanal anschauen.

 
 
  Fukushima: Schilddrüsenkrebs bei Kindern und Jugendlichen

Ende August hat die Abteilung für Gesundheitstests der Präfektur Fukushima die neuesten Ergebnisse der Schilddrüsenuntersuchungen bei Kindern und Jugendlichen bekanntgegeben. Bis Ende Juni sind 300‘000 von insgesamt 370‘000 betroffenen jungen Menschen untersucht worden. Davon sind 57 an Schilddrüsenkrebs erkrankt, bei 46 besteht Verdacht.
Die japanische Regierung hat im August in allen grossen Zeitungen unter dem Titel «Richtige Informationen über Strahlung» Inserate geschaltet. Darin werden offensichtlich einseitige, verharmlosende Meinungen verbreitet – etwa: «Auch bei 100 Millisievert pro Jahr werden die Krebsfälle nicht zunehmen» oder «Eine Strahlung von 100-200 Millisievert pro Jahr erzeugt etwa dieselbe Krebsrate wie eine Ernährung mit zu wenig Gemüse.»
Mit Tricks versucht das japanische Umweltministerium die Kosten für die Dekontamination der verstrahlten Gebiete zu senken – leidtragend ist die Bevölkerung. Der finanzielle Aufwand für die staatliche Dekontaminierungsarbeit ist für 2015 mit 300 Milliarden Yen (rund 2,6 Milliarden Franken) budgetiert. (Quellen: Asahi Shinbun)

» Weitere Fukushima-News auf der SES-Webseite

 
 
  100% erneuerbar ist möglich!

Es ist nun auch empirisch nachgewiesen: 100% erneuerbar ist möglich! Drei Jahre lang hat sich das Forschungsprojekt Kombikraftwerk 2 intensiv mit der Netzstabilität und der Sicherheit der Energieversorgung bei ausschliesslich erneuerbaren Energie beschäftigt. Die Resultate sprechen eine deutliche Sprache: Ein System allein auf Basis erneuerbarer Energiequellen bringt die gleiche Qualität und Sicherheit wie wir es heute gewohnt sind. Es braucht weder Kohle noch Atomkraft!

 
 
  Windstrom für 13'000 Stadtzürcher Haushalte

In Zürich läuft künftig so einiges mit Wind. ewz hat unweit des Ärmelkanals in Frankreich einen Windpark eröffnet. Erneuerbar ist immer toll - und global betrachtet ist je mehr, desto besser. Allerdings: Wäre es der Energiewende in der Schweiz nicht zuträglicher, ewz würde in der Schweiz in Erneuerbare investieren? Nicht nur ein Schulhaus, dem ewz zwecks Bürgerbeteiligung Solarpanels aufs Dach setzt, sondern deren Dutzende? Zumal Auslandsinvestitionen in Erneuerbare vielleicht zwar Strom, aber nicht unbedingt Gewinn bringen? Viele Energieunternehmen, unter anderem Axpo, mussten deswegen grosse Abschreibungen vornehmen... Dennoch: Mehr Wind - und weniger AKW - ist immer gut!

 
 
  Deutscher Energiekonzern klagt wegen AKW-Stilllegung

Bei der Abstimmung über die sofortige Abschaltung des AKW Mühleberg brachte die BKW eine mögliche Schadensersatzforderung in die Diskussion ein. Sollte das AKW aus politischen Gründen vorzeitig vom Netz genommen werden müssen, werde die BKW Schadensersatz fordern. In Deutschland ist es nun tatsächlich so weit gekommen. Der Energiekonzern RWE klagt gegen den Bund und das Land Hessen wegen der «widerrechtlichen» dreimonatigen Stilllegung des AKW Biblis. Nach der Katastrophe von Fukushima im März 2011 hat der Bund kurzfristig die Abschaltung der ältesten Meiler beschlossen, darunter auch Biblis. RWE macht zur Höhe der Forderung keine Angabe, Schätzungen gehen von über 200 Millionen Euro aus. (Foto: Armin Kübelbeck)

 
 
  Energiedebatte statt reine Stromdebatte: Aspo-Jahrestagung

Zum Thema «Peak Oil und die Energiewende» laden Aspo Schweiz und Aspo Deutschland am Samstag, den  4. Oktober zu ihrer Jahrestagung nach Basel. Es wird die Diskussion um die Energiewende von einer «Stromdebatte» zurück zu einer «Energiedebatte» geführt, in der auch die Problematik der fossilen Energieträger und ihre zusehends limitierte Verfügbarkeit thematisiert werden. Die perfekte Ergänzung also zur SES-Fachtagung. Als Gastreferent ist SP-Nationalrat Roger Nordmann geladen. Die Veranstaltung ist öffentlich, und es ist keine Anmeldung nötig.

» Flyer mit ausführlichen Informationen


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