Die anderen Energienachrichten der SES Nr. 86 - Juni 2014

  • Klimakiller WM in Brasilien
  • In eigener Sache: Offene Stellen bei der SES
  • Last call: Clean Energy Clip Award
  • Fukushima: Eine gefrorene Erdmauer soll das Schmutzwasserproblem lösen
  • SES-Veranstaltung am kommenden Dienstag in Bern: Kantone - Treiber und Gewinner der Energiewende
  • Ein heisser Sommer - und ganz viel Solarenergie
  • Wie sicher ist Beznau? - Öffentliches Hearing am 24. Juni in Brugg
  • «Obamacare» für die Energiewirtschaft
  • Noch 2019 Tage bis....
  • Durchzug, der SBB Schul- und Erlebniszug macht halt in Bülach

 

Klimakiller WM in Brasilien

4,6 Mio. Tonnen CO2 verursacht der durch die WM verursachte Flugverkehr. Alleine 40% davon machen die Flüge zwischen den Spielorten aus. Diese liegen bis zu 3000 km auseinander. Logisch wird so nicht wie bei der WM 2006 in Deutschland der Zug, sondern das Flugzeug von Spielort zu Spielort benutzt. Und nicht zu unterschätzen ist die höhere Klimaschädlichkeit von kürzeren Flügen. Kurzstreckenflüge verursachen 320 Gramm CO2-eq pro PassagierIn und Kilometer, Interkontinentalflüge hingegen nur 220 Gramm CO2-eq pro PassagierIn und Kilometer (ESU-Services, Dez. 2013). Das heisst: Die Organisation einer WM in einem Flächenland ist generell klimaschädlicher.
Hinzu kommt: Brasilien hat den Anspruch, sämtliche CO2-Emissionen der WM mittels Inlandprojekten zu kompensieren. Dies ist ein Ding der Unmöglichkeit, dafür vielmehr ein Weisswaschen der Klimaschädlichkeit von Grossanlässen.

 
 
 

In eigener Sache: Offene Stellen bei der SES

Im Herbst besetzt die SES zwei Stellen neu. Per 1. November suchen wir eine/einen » Projektleiter/-in Fossile Energien und per 1. September ist die » Praktikumsstelle Strom wieder vakant.

 
 
 

Last call: Clean Energy Clip Award

Noch bleiben gute zwei Wochen Zeit, um für den Filmwettbewerb der SES einen Kürzestfilm zu produzieren, einzureichen und das Preisgeld von insgesamt 6000 Franken zu gewinnen. Wir suchen den besten Clip, der in 30 Sekunden zeigt, dass unser Energiesystem mit erneuerbaren Energien und ohne Atomstrom funktionieren kann. Die besten Filmchen werden am 8. Juli in Zürich prämiert und alle sind herzlich zur Preisverleihung eingeladen: Im Planet 5, Sihlquai 240, 8005 Zürich, um 19:30.  erwünscht.

» Alle Informationen zum Clean Energy Clip Award

 
 
  Fukushima: Eine gefrorene Erdmauer soll das Schmutzwasserproblem lösen

Eines der grössten Probleme der Unfallreaktoren von Fukushima Daiichi ist das verschmutzte Wasser. Täglich fliessen 400 Tonnen Grundwasser ins geschädigte Reaktorgebäude ein und vermischen sich mit radioaktiv verschmutztem Wasser. Mit dem Bau einer gefrorenen Erdmauer soll die Menge des Schmutzwassers und die damit verbundenen Gefahren reduziert werden: das Wasser soll nicht in die Gebäude, sondern um sie herumfliessen. Doch die Sicherheit und Wirksamkeit dieser Massnahme ist umstritten. Zudem benötigt der Betrieb dieses Kühlsystems gleichviel Strom wie 13'000 Haushalte. (Quellen: Ibaraghi-Shinbun, Asahi-Shinbun, Mainichi-Shinbun, The japanese society for limnology)

» Lesen Sie einen ausführlichen Bericht auf der SES-Webseite

 
 
 

SES-Veranstaltung am kommenden Dienstag in Bern: Kantone - Treiber und Gewinner der Energiewende

Auf welche Energieträger setzen die Kantone? Wer verbraucht am meisten Erdöl - und welcher Kanton hat bei den erneuerbaren Energien die Nase vorn? Im Auftrag der SES hat die ZHAW berchnet, welche Kantone von der Energiewende profitieren und sie vorantreiben. Am Dienstag, 17. Juni 2014, um 13 Uhr stellen wir diese Studie in Bern vor und lassen Experten aus Wissenschaft, Verwaltung und Politik zu Wort kommen.

» Ausführliche Informationen und Anmeldung

 
 
 

Ein heisser Sommer - und ganz viel Solarenergie

In diesem Sommer wird es heiss. Das sagt uns die Agentur Bloomberg voraus, die sich dabei auf fünf Meteorologen beruft. Europa soll den wärmsten Sommer der letzten 34 Jahre erleben. Das hat natürlich einen positiven Effekt auf die zahlreichen Solaranlagen in Deutschland - es könnte gar zu einer Rekord-Solarenergie-Produktion kommen. Einen kleinen Jahresrekord konnte Italien bereits im Mai verbuchen: Über 10% des nationalen Stromverbrauches konnten durch Photovoltaikanlagen gedeckt werden.

 
 
 

Wie sicher ist Beznau? - Öffentliches Hearing am 24. Juni in Brugg

Laut ENSI sind die weltweit dienstältesten AKW in Beznau sicher. Doch läge Beznau etwas mehr nördlich und damit jenseits der Grenze, wäre es heute stillgelegt. Denn den deutschen Sicherheitskriterien entspricht es nicht. Der Trinationale Atomschutzverband TRAS möchte nun genau wissen, wie sicher Beznau wirklich ist. Am Beznau-Hearing am Dienstag, 24. Juni im Salzhaus in Brugg von 13 bis 17.30 Uhr referiert und diskutiert unter anderem auch Dieter Majer, der Autor der SES-Studie «Risiko Altreaktoren Schweiz».

» Flyer zur Veranstaltung

 
 
 

«Obamacare» für die Energiewirtschaft

US-Präsident Barack Obama führt einen CO2-Grenzwert für Elektrizitätswerke ein. Bis 2030 muss der Schadstoffausstoss um 30% unter den Stand von 2005 verringert werden. Kohlekraftwerkbesitzer werden damit abgestraft, während der Erdgasboom weiter florieren soll. Die Stromunternehmen sind den neuen Vorschriften nicht abgeneigt, denn sie haben nun Klarheit für ihren Investitionspläne. Weniger Gefallen daran findet China: Bislang sind die Klimaverhandlungen mit dem Argument blockiert worden, zuerst müsse die USA den CO2-Ausstoss reduzieren.

 
 
  Noch 2019 Tage bis....

Der Countdown läuft. Am längsten Tag dieses Jahres, dem 21. Juni, beginnt die SES rückwärts zu zählen. Dann sind es genau noch 2019 Tage, bis das Jahr 2019 endet. Und 2019 ist bekanntlich das Jahr, für das die BKW uns die Abschaltung des AKW Mühleberg versprochen hat. Noch ist der Ausstieg aus der Atomkraft in der Schweiz nicht greifbar - aber zumindest zählbar!


 
 
 

Durchzug, der SBB Schul- und Erlebniszug macht halt in Bülach

Auf nach Paris! Mit dem Zug oder mit dem Flugzeug? Um diese Frage dreht sich das Publikumsgespräch des «Durchzugs». Am kommenden Donnerstag, dem 19. Juni, macht er halt in Bülach. Forschende und VertreterInnen aus der Praxis diskutieren über Energie und Mobilität.

» Flyer zur Veranstaltung

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