SES-Medienmitteilung, 31. Oktober 2012 - Durch die Ausschöpfung der Potenziale für erneuerbare Energien1 und Energieeffizienz können in der ganzen Schweiz bis 2035 rund 85'000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Dies zeigen neue Berechnungen im Auftrag der Schweizerischen Energie-Stiftung SES. Die SES fordert die Kantone auf, sich in ihrem eigenen Interesse für eine ambitionierte Energiestrategie 2050 einzusetzen.
Bundesrat und Parlament haben den Grundsatzentscheid gefällt, aus der Atomenergie auszusteigen. Im September hat der Bundesrat seine «Energiestrategie 2050» in die Vernehmlassung geschickt. Wie sieht die Schweizer Stromversorgung der Zukunft aus? Wie kommt der Pfuus in die Steckdose? Wieviel können wir einsparen? Solche und ähnliche Fragen beschäftigen sicher auch StudentInnen und SchülerInnen.
Effizienz ist der Schlüssel zum Morgen. Im Jahr 2010 lag der Schweizer Strom-Endverbrauch bei 60 TWh. Er wird bis 2035 stabilisiert oder sogar leicht reduziert. Dies obschon die Nachfrage nach Strom durch Elektro-Mobilität oder Wärmepumpen wächst. Die Effizienz macht es möglich. Sie ist die Basis von 100pro. Mit effizienten Geräten, Beleuchtungen und Anlagen etc. lassen sich gegenüber dem Szenario «so weiter wie bisher» bis 2035 rund 19,2 TWh pro Jahr einsparen.
Wie lässt sich Strom sinnvoll speichern? Diese Frage wird anlässlich der SES-Veranstaltung vom 27. November 2012 erläutert. Der Strommix der Zukunft ist 100% erneuerbar. Im Jahr 2035 wird es zwischen 20 und 30% Photovoltaik- und Windstrom im Schweizer Netz haben. Dieser neue Strommix stellt veränderte Ansprüche an das Netz- und Speichermanagement.
17.10.2012 - Die Schweizerische Energie-Stiftung SES setzt sich dafür ein, dass der Super-GAU in Fukushima nicht vergessen geht. Dank der japanischen Fachjournalistin Kaori Takigawa dürfen wir Ihnen Aktualitäten & Hintergründe aus Japan liefern. Für Fragen oder Anregungen stehen wir per oder telefonisch unter 044 275 21 21 gerne zur Verfügung.
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Die Blog-Einträge im Juni:
1. Bisher über 600 vorzeitige Todesfälle durch Reaktorunfall
2. Über 42'000 Tonnen Atommüll ohne Mitspracherecht «entsorgt»
3. Zweite Schilddrüsen-Untersuchung zeigt deutlich schlechtere Resultate als im März 2012
4. Neue Kommission und neues Amt mit inakzeptablen Mitgliedern
5. Ehemalige Botschafter Japans in der Schweiz warnt vor Reaktor 4
6. Atomausstieg Japans: Unklarheiten
7. Ganz Japan spart immer mehr Strom
8. Dank KEV: Leistung eines grossen AKW innert zwei Monaten
Am Sonntag, 11. November, werden eine Million Menschen in Tokio gegen AKW demonstrieren. Mit der Veranstaltung in Bern wird die Solidarität mit den JapanerInnen gezeigt. Denn eines ist klar: Die Katastrophe von Fukushima darf nicht in Vergessenheit geraten. Die Zustände sind noch immer desolat und werden es noch lange bleiben. Bis Ende August 2012 ist die Anzahl offiziell anerkannter Todesfälle auf über 1000 angestiegen – die Opfer der ersten Tage post-Fukushima sind dabei nicht inbegriffen. Auch die Zahl der Schilddrüsenerkrankungen steigt deutlich: Bei 44% der Kinder wurden Veränderungen der Schilddrüse festgestellt. Ausserdem haben sich inzwischen bereits über 42'000 Tonnen radioaktive Abfälle angehäuft. Es ist wichtig, die Betroffenen nicht zu vergessen, sich solidarisch mit ihnen zu zeigen und insbesondere dafür einzustehen, dass eine Katastrophe dieses Ausmasses nie mehr passieren darf.
Unser Wirtschafts- und Finanzsystem fordert konstantes Wachstum, die Frage ist: Zu welchem Preis? «Danach - Allianz für unsere Zukunft» organisiert das Symposium für Alternativen zum Wachstumszwang. Das Symposium zeigt Modelle für ein faires Finanzsystem und für Wohlstand ohne Wachstumszwang. Am Samstag, 20. Oktober, mit dabei ist der SES-Projektleiter Bernhard Piller zum Thema: «Energiepolitik»