Erster Eindruck: Stossrichtung stimmt, Tempo zu langsam
Zürich, 28. September 2012, SES-Kommentar Vernehmlassungsstart Energiestrategie 2050 - Heute startet die Vernehmlassung zur Energiestrategie 2050. Die Schweizerische Energie-Stiftung SES begrüsst die Stossrichtung der neuen Energiepolitik. Sie wird sich in dieser Vernehmlassung für mehr Tempo, für die Ausschöpfung der Potenziale der erneuerbaren Energien und Effizienz, sowie für klare Abschaltdaten für die bestehenden AKW einsetzen.
Die eingeläutete Energiewende ist der einzig richtige Weg für eine längerfristig sichere und umweltverträgliche Energieversorgung. Damit sie gelingt, muss der Deckel der Kostendeckenden Einspeisevergütung KEV, inklusive für Photovoltaik entfernt werden. Weiter muss per sofort eine Lenkungsabgabe eingeführt werden, die den effizienten Umgang mit Energie belohnt. Auch klare Abschaltdaten für bestehende AKW sind ein Muss. Sie begrenzen nicht nur das Restrisiko nuklearer Katastrophen, sondern schaffen Planungs- und Investitionssicherheit für alle Beteiligten. Mit solch griffigen Instrumenten kann sich die Schweiz bis 2035 zu 100 Prozent mit erneuerbarem Strom versorgen. So können die AKW nach 40 Jahren Laufzeit vom Netz genommen werden, ohne dass neue Gaskraftwerke gebaut werden müssen.
«Der erste Pfahl zur Energiewende ist eingeschlagen, jetzt müssen nur noch alle Beteiligten einsehen, dass dies der einzige Weg ist, unsere Energieversorgung längerfristig zu sichern», sagt Jürg Buri.
» Wie die Stromwende möglich wird, zeigt die Broschüre der Umweltallianz «100PRO»
| Am 23. Oktober wird sich die SES gemeinsam mit den Umweltverbänden in einem Hintergrundgespräch ausführlicher zur Vernehmlassung der Energiestrategie 2050 äussern. Eine Einladung folgt. |
Für mehr Informationen:
Jürg Buri, Geschäftsleiter SES
Mobile 078 627 84 14