Januar-News aus Fukushima
11. Januar 2012 - In Zusammenarbeit mit der japanischen Fachjournalistin Kaori Takigawa liefern wir monatlich Aktualitäten & Hintergründe direkt aus Japan. Für Fragen oder Anregungen stehen wir per oder telefonisch unter 044 275 21 21 gerne zur Verfügung.
******************************************************
Die Blog-Einträge im Januar:
1. Noch immer viel zu hohe Strahlungswerte
2. Rückbau kostet mindestens 14 Milliarden Franken
3. Auch menschliches Versagen führte zum Super-GAU
4. Gleiche Köpfe – Neue Energiepolitik?
5. Atomenergie belastet die Staatskasse
6. Japanisches Staatsfernsehen warnt vor Niedrigstrahlung
7. Fukushima aus Patientenstatistik ausgeschlossen
|
1. Noch immer viel zu hohe Strahlungswerte
|
|
****************************************************** |
|
2. Rückbau kostet mindestens 14 Milliarden Franken Die japanische Regierung und Tepco haben am 21. Dezember 2011 gemeinsam ihre Pläne für den mittel- und langfristigen Abbau der Unfallreaktoren bekannt gegeben. Demnach dauert der Abbau maximal 40 Jahre - also mindestens bis 2051. Zahlreiche Fachleute und Medien halten diesen Plan jedoch für unrealistisch. Von Tepco nicht bekannt gegeben wurden die voraussichtlichen Kosten. Die Zeitung Mainichi-Shinbun erklärt dazu, dass die Bekanntgabe dieser Kosten Tepco pleite gehen lassen könnte. Die Kommision der Regierung schätzt die Kosten auf mindestens 1,2 Billionen Yen (ca. 14,4 Mrd. CHF). Quelle: Mainichi- Shinbun
|
|
****************************************************** |
|
3. Auch menschliches Versagen führte zum Super-GAU Ende Dezember hat die staatliche Untersuchungskommision für den AKW-GAU in Fukushima eine 500-seitige Zwischenbilanz veröffentlicht. Darin wurde bestätigt, dass nicht nur Erdbeben und Tsunami, sondern auch mehrfaches menschliches und kommunikatives Versagen die Kernschmelze mit verursacht haben. Bespiel: Im Reaktor 3 hat ein Mitarbeiter am 13. März das Ventil für den Kühlkreislauf geschlossen, ohne das Komandozentrum zu fragen und ohne die Notbatterie vorzubereiten. Dadurch blieb der Reaktorkern während 7 Stunden ungekühlt. Noch immer nicht untersucht ist die Frage, ob Reaktoren und Kühlkreisläufe bereits durch das Erdbeben beschädigt worden sind oder erst durch den Tsunami. Sollte sich das Erdbeben als die Hauptursache herausstellen, hätte dies gewaltige Konsequenzen: Nirgends in Japan dürfte je wieder ein AKW betrieben werden. » mehr dazu (englische Seite) |
|
****************************************************** |
|
4. Gleiche Köpfe – Neue Energiepolitik? |
|
****************************************************** |
|
5. Atomenergie belastet die Staatskasse
Zusammengerechnet (ohne Unfallkosten) sind das ganze 420 Mrd. Yen (ca. 5 Mrd. CHF) für die Atomenergie. Die Atomenergie erweist sich also einmal mehr als sehr teuer. |
|
****************************************************** |
|
6. Japanisches Staatsfernsehen warnt vor Niedrigstrahlung |
|
****************************************************** |
|
7. Fukushima aus Patientenstatistik ausgeschlossen |
|
****************************************************** |
Recherchiert von Kaori Takigawa