Schweizer Klimapolitik verkommt zum Ablasshandel

Medienkommentar vom 17. Januar 2012 - Weil der Bundesrat durch seine zögerliche und inkonsequente Energiepolitik bisher keine substanzielle CO2-Emissionsreduktion im Inland vorweisen kann, weicht er nun noch stärker auf den Kauf von Auslandszertifikaten aus. Die Schweizerische Energie-Stiftung SES verurteilt diesen Ablasshandel. Mit dem Export unserer Klimaschulden in Schwellenländer ist weder dem Klima gedient, noch wird unsere fatale Abhängigkeit von fossilen Energien reduziert.

Der Bundesrat hat der Erhöhung der CO2-Reduktionsleistung im Ausland von zwei auf drei Mio. Tonnen CO2 gutgeheissen. Damit verstösst die Schweiz gegen die Kyoto-Zusatzprotokolle, die sie mitunterzeichnet hat. Diese fordern eine primäre CO2-Reduktion im Inland.

Es braucht eine griffige Klimapolitik
In Anbetracht der Dringlichkeit realen Handelns in der Klimapolitik, erscheint dieser Ablasshandel mittels Zertifikaten im Ausland unehrlich und billig. Bernhard Piller, Projektleiter Klimapolitik bei der SES: «Die CO2-Kompensation mittels Zertifikatehandel hat zum Ziel, Treibhausgase möglichst billig zu reduzieren. Doch aktuelle und realisierte Projekte zeigen, dass dies nicht gelingt. Es ist daher keine Lösung sich vermeintlich freizukaufen. Besser wäre, das Geld in inländische und dauerhafte Reduktionen zu investieren.»

Weitere Infos
Bernhard Piller, Projektleiter SES
Tel. Geschäft: 044 275 21 21
Mobile: 079 823 64 93

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