Das ENSI ist sich nicht sicher!
31.10.2011 - Die Schweizerische Energie-Stiftung SES ist wieder einmal «not amused» über die Leistung der Schweizer Atom-Sicherheitsbehörde ENSI. Mit widersprüchlichen Aussagen und der Verschiebung der sicherheitsrelevanten AKW-Prüfungen und -Sanierungen auf 2015 gewinnt man kein Vertrauen.
Widerspruch: Das ENSI verlautet in einer Medienmitteilung: «Die Analyse des Unfalls von Fukushima bestätigt: Die Schweizer Kernanlagen sind sicher. (...) Ursache und Umstände des Unfalls von Fukushima sind zurzeit noch nicht abschliessend geklärt. Das ENSI setzt seine Analyse des Unfallgeschehens daher kontinuierlich fort und wird daraus – wo angezeigt – weitere Prüfpunkte ableiten.» Was jetzt? Obwohl die Analyse nicht abgeschlossen ist, resp. die «Ursache und Umstände des Umfalls (...) noch nicht abschliessend geklärt sind», kommt das ENSI vollmundig zum Schluss «Die Schweizer Kernanlagen sind sicher». Solch widersprüchliche Aussagen schaffen kein Vertrauen in die Leistungen der Sicherheitsbehörde.
Für die Schweizerische Energie-Stiftung SES ist es absolut inakzeptabel, dass Reaktoren am Netz bleiben, an denen nicht sämtliche Sicherheitsmängel behoben sind. Was für jedes Auto in der Motorfahrzeugkontrolle gilt, muss auch für ein Uralt-AKW gelten. Sicherheit darf bei einem AKW kein Prozess, sondern muss ein Zustand sein.
Die SES fordert, dass strukturelle Schwächen der Atomaufsicht ENSI behoben werden und damit eine bestmögliche Schweizer Atom-Aufsichtsbehörde geschaffen wird. Der SES-Präsident und Nationalrat Geri Müller hat dazu eine Motion im Nationalrat eingereicht.
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Jürg Buri, SES-Geschäftsleiter
044 275 21 22 / 078 627 84 14