Stellungnahme Steinkohle-Kraftwerk Brunsbüttel

Der WWF Schweiz, die Schweizerische Energie-Stiftung und Greenpeace Schweiz erheben eine Einwendung gegen die erste Änderung des Bebauungs-Plans Nr. 56 der Stadt Brunsbüttel für das Steinkohlekraftwerk der SüdWestStrom.

Mit einem Kohlendioxid-Ausstoss von jährlich 10 Millionen Tonnen würde das Kraftwerk erheblich zum weltweiten Klimawandel beitragen und damit verheerende Folgen für Mensch und Natur haben – nicht nur vor Ort, sondern weltweit und damit auch in der Schweiz. Die vorgelegten Änderung des Bebauungsplans sieht vor, dass das Kraftwerk sogar noch grösser werden soll als ursprünglich geplant. Das würde die ohnehin schon dramatischen Folgen für das Klima und die Luftreinheit noch verschlimmern. Auch weil Schweizer Investoren sich zu einem grossen Teil an dem Kohlekraftwerk beteiligen wollen, sind wir direkt von dem Vorhaben betroffen.


Um einen drastischen Klimawandel mit allen Folgen zu verhindern, muss die Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur auf unter 2 Grad Celsius gegenüber vorindustrieller Zeit begrenzt werden. Dazu muss der CO2-Ausstoss weltweit sinken – wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Folge müssen die globalen Emissionen dafür um 80% bis 2050 reduziert werden; die Industrieländer müssen ihre Emissionen sogar um 95% senken. Das geplante Kohlekraftwerk in Brunsbüttel steht dazu jedoch in krassem Widerspruch. Durch die geplante Mindestlaufzeit von 40 Jahren ist das Steinkohlekraftwerk unvereinbar mit den internationalen Vorgaben zur Vermeidung eines gefährlichen Klimawandels (Artikel 2 Klimarahmenkonvention).

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