Sanierung von Uranbergbau kostet 5,3 Milliarden
Wie AP am Mittwoch, 23. Juni, berichtete, sind seit 1990 rund 5,3 Milliarden Euro in die Sanierung der Hinterlassenschaften des ostdeutschen Uranbergbaus geflossen. Dies teilte die bundeseigene Sanierungsgesellschaft Wismut am Mittwoch mit. Im vorigen Jahr wurden demnach mehr als 150 Millionen Euro bereitgestellt. Wie es hiess, ist die Sanierung unter Tage bereits sehr weit fortgeschritten. Über Tage seien rund 90 Prozent aller bergbaulich genutzten Gebäude und Anlagen demontiert.
Im Ergebnis der bisherigen Arbeiten sei die Umweltbelastung bereits deutlich gesunken. Als Schwerpunkte der kommenden Jahre wurden Arbeiten an den restlichen Halden und industriellen Absetzanlagen genannt. Insgesamt zahlt der Bund rund 6,4 Milliarden Euro für die Sanierung. Ursprünglich wurde damit gerechnet, dass die Kernsanierung spätestens 2012 abgeschlossen werden kann. Zuletzt hieß es aber, die Arbeiten würden sich auch wegen technischer Probleme wohl bis 2020 hinziehen.
Die Wismut mit Standorten in Sachsen und Thüringen galt bis 1990 als drittgrösster Uranproduzent der Welt. In mehr als vier Jahrzehnten wurden zu DDR-Zeiten 231 000 Tonnen Uranerz gefördert - ohne Rücksicht auf Schäden in der Landschaft.
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