Die Stadt der Zukunft

Medienmitteilung vom 19. Juni 2010 – Am letzten Freitag in Zürich durchgeführten Kongress «Stadt Energie Verkehr», standen unsere Städte im Zentrum. Es wurden Fragen rund um die energie- und verkehrspolitischen Knackpunkte einer 2000-Watt-kompatiblen Stadtentwicklung diskutiert. Als Fazit lässt sich sagen: nur mit Suffizienz und einem intelligenten Mix aus forcierten Anstrengungen in den Bereichen Energie- und Ressourceneffizienz, lassen sich die Ziele des kulturrevolutionären Projekts einer 2000-Watt-Gesellschaft erreichen.

Klimaschutz und nachhaltige Energieversorgung stellen unsere Städte vor grosse Herausforderungen, bieten aber auch einmalige Chancen für die nachhaltige Stadtentwicklung: Die dezentrale Erzeugung erneuerbarer Energie sowie die Möglichkeiten der Elektromobilität, können den CO2-Ausstoss und die Luftverschmutzung bereits in naher Zukunft senken und damit die Lebensqualität verbessern. Klar wurde aber auch: Elektromobilität stellt keineswegs ein Allerheilmittel dar. Erstens gibt es noch viele technische Hürden zu meistern, zweitens stellen Raumplanung und die Verschiebung des massiv MIV-lastigen Modal Splits hin zu Langsamverkehr und ÖV eine der zentralen Herausforderungen dar.


Mit dieser umwälzenden Veränderung entstehen auch neue Herausforderungen an die Energiewirtschaft, die Stadt- und Verkehrsplanung, die Fahrzeugindustrie sowie an die BürgerInnen als potenzielle EnergieunternehmerInnen. Nichts weniger darf im Zentrum sämtlicher Bemühungen stehen als nachhaltiges Ressourcenmanagement: ein gesellschaftlicher Wandel, der sich nicht von heute auf morgen vollziehen wird, der sich erst in den Köpfen der Menschen wird festsetzen müssen und konsequentes Handeln erfordert. Internationale ExpertInnen erläuterten wichtige Eckpfeiler und zeigten auf, welche Veränderungen in Bezug auf Infrastruktur und Raumplanung auf die Schweizer Städte zukommen, wie sich Logistik und Geldflüsse verändern werden, und welche Schritte die öffentliche Hand und Private unternehmen können, um die Zukunft auch für künftige Generationen lebenswert zu gestalten.


Der Kongress ist eine Initiative des Vereins Future for the commons, der Bildungsfachstelle für nachhaltige Entwicklung sanu, der Schweizerischen Energie-Stiftung SES und des Verkehrsclubs der Schweiz VCS und stand unter dem Patronat der Präsidialabteilung der Stadt Zürich.


» Die Präsentationen der ReferentInnen und mehr Infos finden Sie hier
» Die Medienmitteilung als PDF finden Sie hier

Weitere Informationen:
Till Berger, seecon gmbh: 076 586 17 35
Bernhard Piller, SES: 079 823 64 93

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