Die anderen Energienachrichten der SES Nr. 45

1. SES: Die Atommüllkampagne läuft
2. SES-Veranstaltungen in den potenziellen Atommülllager-Regionen
3. E&U 2/2010 «Das Atommüllproblem ist nicht gelöst» frisch ab Presse
4. SES: Jahresversammlung vom 21. Juni 2010: A Road Not Taken
5. Atomrisiko: 27 AKW-Vorfälle sind 27 zuviel!
6. Anna fragt: «Welche Stromversorgung wollen Sie?» Das neue Online-Game der SES
7. MenschenStrom gegen Atom: Ein voller Erfolg
8. Das grösste Solarkraftwerkes der Schweiz
9. Wissen Sie eigentlich, in welcher Schutz-Zone Sie leben?
10. BP die Ölkatastrophenfirma – das Loch ist immer noch nicht zu
11. CO2-Speicherung rückt in immer weitere Ferne

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1.         SES: Die Atommüllkampagne läuft
Die SES informiert die betroffene Bevölkerung über Probleme der Atommülllagerung und wehrt sich gegen die unausgereiften Pläne der Nagra. Die Lagervorstellung der Nagra ist technisch unausgereift und bietet keine Langzeitsicherheit für nachfolgende Generationen. Ausserdem muss der Atommüll jederzeit rückholbar sein. Die betroffene Bevölkerung soll bei der Standortfrage mitdiskutieren, doch es mangelt an ausgewogener Information. Diese Lücke schliesst die SES mit der Atommüll-Kampagne «Atommüll XY ungelöst» und geht auf Informationstour in den potenziellen Regionen.
Mehr zur Kampagne und zu den SES-Publikationen hier


2.     SES-Veranstaltungen in den potenziellen Atommülllager-Regionen
Info-Veranstaltung in den Regionen:

  • Schaffhausen (Südranden): Mo, 7. Juni, 19.30 Uhr, Hombergerhaus
  • Schneisingen (Nördl. Lägeren): Di, 8. Juni, 20 Uhr, Turnhalle
  • Brugg (Bözberg): Mi, 9. Juni, 20 Uhr, Salzhaus
  • Benken (Zürcher Weinland): Mo, 14. Juni, 20 Uhr, Gasthaus Sonne
  • Olten (Jura-Südfuss): Di, 22. Juni, 19 Uhr, Stadthaus

Das Plakat dazu hier
Kontakte in den betroffenen Regionen hier
Diverse Publikationen zum bestellen hier


3.     «Das Atommüllproblem ist nicht gelöst», E&U 2/2010 frisch ab Presse

Das neue Energie & Umwelt mit dem Schwerpunktthema «Das Atommüllproblem ist nicht gelöst» ist eben erschienen und behandelt die verschiedenen Probleme der heute geplanten Atommülllagerung.
Heft bestellen hier


4.    SES: Jahresversammlung vom 21. Juni 2010: A Road Not Taken

Am Montag, 21. Juni 2010, findet im Kino Riffraff1 in Zürich die SES-Jahresversammlung statt. Nach dem statuarischen Teil stellt das KünstlerInnenduo Hemauer & Keller ihren Film «A Road Not Taken» vor. Der Film verfolgt die Geschichte der 1979 vom damaligen US-Präsident Jimmy Carter installierten Solaranlage auf dem Dach des Weissen Hauses. Sein Nachfolger liess die Paneele wieder entfernen – ein Zeichen der radikalen Abwendung von Carters Energieprogramm. Auf Umwegen gelangen die Sonnenkollektoren an ein Umwelt-College im nordöstlichsten Zipfel der USA. Dreissig Jahre später begeben sich Christina Hemauer und Roman Keller mit zwei Sonnenkollektoren auf eine Reise entlang deren Geschichte.
Mehr Infos und Anmeldung hier


5.    Atomrisiko: 27 AKW-Vorfälle sind 27 zuviel!

Der neuste ENSI-Bericht vom 5. Mai 2010 bestätigt einmal mehr: Unsere AKW sind nicht sicher. Jeder Vorfall in einem AKW ist einer zuviel, denn aus jedem läppischen Unfall kann durch menschliches Versagen Schlimmstes entstehen. Eine inhärente Sicherheit gibt es nicht, auch nicht bei möglichen neuen Atomkraftwerken.
SES-Medienkommentar hier


6.    Anna fragt: «Welche Stromversorgung wollen Sie?» Das neue Online-Game der SES

Unter www.energiestiftung.ch/klick-den-mix können Sie seit letzter Woche bestimmen, wie der Schweizer Strom produziert werden soll. Dazu führt Sie die 10jährige Anna durch das Spiel und zeigt Ihnen, ob Ihre Entscheidung sie erfreut oder nicht. Denn es geht um die Zukunft dieses kleinen Mädchens und ihrer Generation. Nicht wir, sondern Anna wird in wenigen Jahrzehnten die Folgen der heutigen Entscheidung tragen müssen.
Zum Spiel hier


7.    MenschenStrom gegen Atom: Ein voller Erfolg

Zwischen 4000 und 5000 Personen demonstrierten am Pfingstmontag gegen den Ausbau der Atomkraft und für die Förderung der erneuerbaren Energien. Über 80 Organisationen aus dem In- und Ausland hatten zum Pfingstmarsch «MenschenStrom gegen Atom» im Schweizer Mittelland zwischen Aarau und Olten aufgerufen. An den zwei Kundgebungen zeigten zehn RednerInnen aus vier Ländern, dass neue AKW die aufstrebenden erneuerbaren Energien massiv behindern und uns die klima- und umweltfreundliche Energie-Zukunft verbauen würden.
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8.    Das grösste Solarkraftwerkes der Schweiz

In St. Antönien soll das grösste Solarkraftwerk der Schweiz entstehen – der Kredit wurde am 20. Mai bewilligt. Die Photovoltaik-Module werden an bestehende Lawinenverbauungen gebaut, so können 1200 Haushalte mit Strom versorgt werden, das sind rund drei Viertel aller Haushalte von Chur oder 4'500 Megawatt-Stunden Strom pro Jahr. Das Kraftwerk verfügt über eine Leistung von 3,5 Megawatt und wird rund 20 Millionen Franken kosten. Ein grosser Vorteil des Projekts: Mit den Lawinenverbauungen baut man auf bestehende Strukturen auf und beansprucht kein zusätzliches Land. In den Alpen herrscht eine erhöhte Sonneneinstrahlung, insbesondere im Winter, sowie kühle Temperaturen – beides ideale Voraussetzungen für Solarkraft. Das Potenzial vergleichbarer Anlagen für die Schweiz ist riesig. Im gesamten Alpenraum (1200 Kilometer Lawinenverbauungen) sind rund 200 Gigawatt-Stunden möglich, was den Strombedarf von 50'000 Haushalten abdecken würde – das entspricht fast der Stadt Bern.
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9.    Wissen Sie eigentlich, in welcher Schutz-Zone Sie leben?

Die Schweiz ist auf einen schweren Reaktorunfall ungenügend vorbereitet. Greenpeace macht die Bevölkerung mit verschiedenen Aktionen auf die Nachteile der Atomenergie aufmerksam. Das wichtigste: Sie bleibt ein unkalkulierbares Risiko, das wir heute nicht mehr tragen müssen. Weshalb, erklärt jetzt und in den kommenden Jahren die neue Website www.sichererstrom.ch.
Der Film zum Anti-AKW-Flashmob in Zürich
Zur Kampagne hier


10.    BP, die Ölkatastrophenfirma – das Loch ist immer noch nicht zu

Es ist nicht die erste von der Öl-Firma BP verursachte Katastrophe, – zur Erinnerung: die Explosion einer BP Raffinerie 2005 in Texas, die geplatzte BP-Pipeline 2006 in der Prudhoe Bay in Alaska – aber es ist die weitaus grösste. Mindestens 30 Millionen Liter sind seit dem Beginn der Katastrophe vor einem guten Monat bisher in den Golf von Mexico geflossen (gewisse Schätzungen gehen von der 10-fachen Menge aus). Auch Top Kill hat nicht geholfen, weiterhin läuft Öl ins Meer. Je nach Schätzung flossen bis jetzt fast so viel bis knapp 10mal mehr Öl ins Meer als beim Unfall der Exxon Valdez 1989 im Prince William Sound, Alaska. Und schon 1979 gab es im Golf von Mexiko ein vergleichbares Unglück auf der Ölplattform Ixtoc I. Damals flossen während sage und schreibe 10 Monaten insgesamt 400´000 bis 1´400´000 Tonnen Rohöl in den Golf von Mexiko. Eines wird einmal mehr klar: Das Ölgeschäft ist ein Hochrisikogeschäft, bei dem immer wieder katastrophale Unfälle passieren. Ein weiterer Grund, unseren Ölkonsum so schnell wie nur immer möglich zu reduzieren.
Mehr Infos zur Katastrophe von BP und zur BP Politik hier
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11.    CO2-Speicherung rückt in immer weitere Ferne

Norwegen stoppt seine Pläne für das weltweit grösste Projekt zur Abscheidung und Lagerung des Treibhausgases CO2. Grund: unreife Technik und viel zu teuer. Das gleiche bei Gas de France und Vattenfall: Ihr CCS-Projekt im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt wurde auf Eis gelegt. Dies hat auch damit zu tun, dass in der Bundesrepublik Deutschland ein Gesetz zur Abtrennung und unterirdischen Speicherung von CO2 vorläufig gescheitert ist. Ein Erfolg für den Widerstand gegen eine unsinnige aus den Augen aus dem Sinn Politik
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