Kampagne «Atommüll XY ungelöst»

Die Schweizerische Energie-Stiftung SES wehrt sich gegen die unausgereiften Pläne zur Atommüllentsorgung. Das Lagerkonzept der Nagra ist technisch unausgereift und bietet keine Langzeitsicherheit für nachfolgende Generationen. Die betroffene Bevölkerung soll bei der Standortfrage mitdiskutieren, doch es mangelt an ausgewogener Information. Diese Lücke schliesst die SES mit ihrer Atommüll-Kampagne.

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Am kommenden Dienstag erhalten alle Haushalte aus betroffenen Gemeinden den «Atommüll-Anzeiger». Ziel ist es, die Bevölkerung auf offene Fragen hinzuweisen. Zusätzlich finden ab Juni die Info-Veranstaltungen «Atommüll XY ungelöst» in den Regionen statt, denn Atommüll ist nicht einfach Haushaltsmüll. Er strahlt bis zu 1’000’000 Jahre lang. Für diese Lagerung müssen möglichst sichere Lösung gefunden werden.

Gefährliche Überraschungen sind vorprogrammiert
Die SES stellt fest, dass nach über 30 Jahren Forschung das Problem der hochradioaktiven Abfälle nicht gelöst ist. Obwohl das heutige Lagerkonzept der Nagra vom Bundesrat 2006 abgesegnet wurde, sind unzählige technische Fragen bis heute unbeantwortet. Den Fragen zur Langzeit-sicherheit über tausende von Generationen geht die Nagra noch immer aus dem Weg. Das Konzept verfolgt ein «Aus dem Augen aus dem Sinn»-Prinzip, das mit einem gigantischen Potenzial an gefährlichen und teuren Überraschungen für die Zukunft verbunden ist.

Bevölkerung soll umfassend informiert werden
Über diese offenen Fragen soll die betroffene Bevölkerung in den Standort-Regionen informiert werden, denn sie ist im Rahmen des Sachplanverfahren Geologische Tiefenlagerung zur Diskussion aufgefordert. Aus diesem Grund erhält jede Haushaltung im Lagerperimeter der betroffenen Standortregionen am kommenden Dienstag, 25. Mai 2010, den SES Atommüll-Anzeiger ins Haus geliefert. Ab Juni finden die Informationsabende «Atommüll XY ungelöst» in den Regionen statt.

Die Schweizerische Energie-Stifung fordert Bund und Nagra auf, erst die offenen Fragen zu klären und zu zeigen, wie mit den langen Zeiträumen umgegangen werden soll, bevor die Bevölkerung zur Mitsprache gebeten wird. Denn unter Zeitdruck steht niemand: Der hochaktive Müll strahlt noch eine Million Jahre lang.

Weitere Informationen:
Sabine von Stockar, Projektleiterin Strom und Atom
, Tel 044 275 21 25

Medienmitteilung und Bilder unter:

  • Medienmitteilung als PDF hier
  • Bild Fässer (Fotograf: Manu Friederich / Legende: «Sind die Fässer einmal vergraben, dann hat niemand mehr Kontrolle darüber. Die Nagra plant keine Langzeitüberwachung»
  • Bild Zwilag (Fotograf: Manu Friederich / Legende: «Atommüll ist eine Million Jahre lang gefährlich - was in dieser Zeit alles passieren kann, darüber macht sich die Nagra keine Gedanken»


» Atommüll-Anzeiger hier
» Atommüll Pocket-Broschüre hier

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