27 AKW-Vorfälle sind 27 zuviel!
Medienkommentar vom 5. Mai 2010 der SES zum ENSI Bericht 2009 über die Sicherheit der Schweizerischen AKW
Der neuste ENSI-Bericht bestätigt einmal mehr: Unsere AKW sind nicht sicher. Jeder Vorfall in einem AKW ist einer zuviel, denn aus jedem läppischen Unfall kann durch menschliches Versagen Schlimmstes entstehen. Eine inhärente Sicherheit gibt es nicht und wird es auch bei den geplanten neuen AKW nicht geben.
Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Anzahl Unfälle in Schweizer AKW verdreifacht. Auch die sicherheitstechnische Bedeutung der Zwischenfälle ist bisher unerreicht (INES Stufe 2). Gegen Beznau musste gar ein Strafverfahren eröffnet und gegen Gösgen Anzeige erhoben werden. Dieser Befund ist für die Sicherheit der Bevölkerung mehr als alarmierend. Es scheint, die AKW-Betreiber wollen der schweizerischen Bevölkerung beweisen, dass die „friedliche Nutzung“ der Atomenergie eben doch «Russisch Roulette» ist.
Für die SES kann es nicht sein, dass wir für weitere 60 Jahre auf eine veraltete Risikotechnologie setzen, wo es doch längst den sicheren und wirtschaftlichen Weg über die erneuerbaren Energien gibt.
PS: Beznau I ist bald das älteste noch in Betrieb stehende AKW der Welt (von 440). Mit jedem Jahr steigt das technische Gefahrenpotential eines Reaktors. Kombiniert mit einer schlechten Risikokultur wie sie in Gösgen und Beznau beanstandet wurde ergibt sich die Grundlage für schwere Unfälle.
Weitere Informationen:
Jürg Buri, Geschäftsleiter SES
E-Mail: juerg.buri@energiestiftung.ch, Tel. 044 275 21 22